Sommerferiengottesdienst auf dem Drosselhof und Taufen mit Weserwasser

Eine bewegende Stunde am Ufer der Weser

Eine Taufe ist immer etwas Besonderes – für die ganz jungen Täuflinge vielleicht nicht so sehr, wie für ihre Paten und Familien. Getauft wurden in diesem Jahr aber auch wieder Ältere, Mitmenschen, die aus dem Iran stammen. - Foto: Hustedt

Hagen-Grinden - Taufe unter freiem Himmel - und dann noch strahlender Sonnenschein am Sonntagvormittag nach einem total verregneten Sonnabend. Es war schon allein etwas Besonders, dabei gewesen zu sein. Aber ein noch größeres Erlebnis war es für die Täuflinge im Alter von drei Monaten bis 25 Jahren, die am Flußufer in Hagen-Grinden mit Weserwasser getauft wurden.

Motto des Taufgottesdienstes war „Ein Leben in Hülle und Fülle“. Für Pastor Martin Beckmann war schon die Aussicht auf die Weser an diesem Morgen ein großes Geschenk, aber ein ganz besonders großes Geschenk sei der Blick auf die Kinder und Enkelkinder. „Dies ist ein Zeichen, dass Gott es gut mit uns meint“. Zum Leben gehörten Lachen und Weinen, Sonne und Regen, aber auch Frieden und Gerechtigkeit.

Zu Beginn erhielt jeder Besucher vor dem Zelt auf dem Drosselhof ein kleines buntes Bändchen in die Hand gedrückt. Im Laufe des Taufgottesdienstes wurden diese Bändchen zu einem langen Band zusammengeknotet: zum „bunten Band des Lebens“. Mit diesem langen Lebensband ging es zum Weserufer, an dem der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Daverden wartete und die Täuflinge und ihre Familien empfing.

Pastor Martin Beckmann sah sich in der Tradition von Johannes, der Jesu im Jordan taufte, in Hagen-Grinden war es das Weserwasser. Küsterin Melita Röpke schöpfte vom Steg das Wasser, das in das Taufbecken kam.

Die Täuflinge wurden mit Eltern und Taufpaten an das Taufbecken gebeten. Lara Emmi Ernst, geboren am 9. März dieses Jahres, Lotte Brandt, geboren am 18. Januar, erhielten zuerst die Taufe. Es folgten die Geschwister Max und Finja Mühlenfeld, neun und sechs Jahre alt.

Die zwölfjährige Romina Kabiri war zur Taufe besonders festlich gekleidet. „Sie hat schon im weihnachtlichen Krippenspiel die Maria gespielt,“ erläuterte Pastor Martin Beckmann vor dem Taufspruch, den Romina selbst sagte. Die Kabiris sind eine Flüchtlingsfamilie aus dem Iran und seit Jahren in Etelsen zuhause und in der Kirchengemeinde sehr aktiv. Auch die beiden ältesten Täuflinge, Mahdi Bakhtiari (24) und Majid Bathi (25) kommen dem Iran, sind regelmäßige Gottesdienstbesucher.

Sylke Beckmann kümmert sich als Flüchtlingsbetreuerin nicht nur um die beiden jungen Männer. Sie hat betreut seit Jahren die Kabiris – und ist nun Taufpatin für Romina, die jetzt übrigens auf das Gymnasium kommt.

Nach diesem besonderen Sommerferiengottesdienst bleibt festzuhalten: Es war eine bewegende Stunde am Ufer der Weser, bei der die Sonne mit den Besuchern um die Wette strahlte.

hu

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