Ein besonderes Ereignis

Cluvenhagener Kindergarten feiert 25. Geburtstag

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Kita-Leiterin Gudrun Waschwill und Bürgermeister Andreas Brandt schnitten die dreistöckige Geburtstagstorte an, die Sonja Piephans extra gebacken hatte.

Cluvenhagen - Die Vorbereitungen waren abgeschlossen, die Gäste konnten kommen. Und sie kamen: Kinder mit Geschwistern, Eltern und Großeltern, Ehemalige, Nachbarn und Vertreter des Gemeinderats. Bald war das Foyer gut gefüllt, und alle warteten voller Spannung darauf, dass es losging. Am Freitagnachmittag wurde im Cluvenhagener Kindergarten der 25. Geburtstag der Einrichtung groß gefeiert.

Die Jubiläumsfeier begann mit Musik, die erst leise zu vernehmen war, dann immer lauter wurde. „Opa“ Johann Krüger war es, der mit seinem Leierkasten hereinkam und die ohnehin schon gute Laune noch besser machte – er wurde mit Applaus begrüßt. Der Beifall wurde kräftiger, als Enkelin Lilou übernahm und schwungvoll die Kurbel drehte, bis Kita-Leiterin Gudrun Waschwill und Bürgermeister Andreas Brandt die Gäste begrüßten.

„25 Jahre Kindergarten Cluvenhagen, das ist ein besonderes Ereignis“, rief Brandt und blickte kurz auf das Vierteljahrhundert zurück. „Ich habe nie jemanden ein schlechtes Wort über diese Einrichtung reden hören, denn die Kinder werden hier sehr gut betreut.“

Gemeinsam sangen alle das Geburtstagslied, ehe Brandt und Waschwill unter Beifall der Besucher gemeinsam die vierstöckige Schokoladen-Geburtstagstorte anschnitten. Mitarbeiterin Sonja Piephans hatte die prächtige Torte gebacken.

Tolle Sache, so ein Fühlpfad. Vor allem, wenn man beim Ausprobieren auch Hilfe hat.

Bevor die Geburtstagsgäste sich auf den Weg zu den Spielstationen machten, erzählte Waschwill noch eine kleine Anekdote, die sie in einer Gruppe erlebt hatte, während sie die Kinder auf das große Ereignis vorbereitete: Als sie erklärte, dass der Kindergarten vor 25 Jahren nicht geboren, sondern gebaut worden war, meinte jemand: „Dann muss es doch Gebautstagsfeier heißen.“ Vorn im Foyer nahm Waschwill jede Menge Geschenke und noch mehr Glückwünsche entgegen, und die Mädchen und Jungen ließen sich in Spiderman, Schmetterling und Eiskönigin verwandeln – die Damen an der Schminkstation hatten alle Hände voll zu tun.

Derart hübsch gemacht, ging es einen Raum weiter. Dort wurden Laternen gebastelt. Erst rubbelten die Kleinen Blättermotive mit Wachskreiden auf die Seiten, anschließend falteten sie die Laterne zusammen, und die Erwachsenen befestigten Draht und Stock an dem kleinen Kunstwerk. Zum Schluss noch eine Kerze hineingesteckt – fertig.

Fühlpfad erfordert viel Konzentration

Draußen auf dem Fühlpfad herrschte richtig Betrieb. Die Nachmittagssonne lachte vom Himmel herab, und auch die Temperaturen waren gestiegen, sodass dem Barfußvergnügen nichts im Wege stand. Also schnell die Schuhe an die Seite gestellt und zum Start marschiert. Aufmerksam und vorsichtig balancierten die Kinder über den Holzbalken, der über den „Teich“, einer blauen mit Fischen verzierten Plane, gespannt war.

Weiter ging es durch Wannen voller Kastanien und Äste, Autoreifen voller Sand, Tannengrün, Zapfen, Humus, dicker Steine und Holzschnitzel und Kartons voller Zweige, kleiner Kiesel, Bürsten, Schwämme, Korken und Holzwolle. Ein einfacher Weg, meinte manch ein Kind, staunte dann aber nicht schlecht, als es merkte, wie viel Konzentration und Körperkontrolle der Pfad erforderte.

Dann kam die Cluvenhagener Jugendfeuerwehr. Die Kinder und Jugendlichen schenkten Gudrun Waschwill selbst gebastelte Laternen in Form von Feuerwehrwagen. Das Besondere daran: die Fotos der Nachwuchsfeuerwehrleute im Fenster der Laternenautos. Hinten auf dem Hof backte die Feuerwehrjugend mit den Kindern Stockbrot, drinnen hatte Jugendwartin Gabriele Feder die Buttonmaschine aufgebaut.

„Freitag zu feiern passte uns besser

„Eigentlich hatte unser Kindergarten am Donnerstag Geburtstag. Doch am Freitag zu feiern passte uns besser“, sagte Waschwill. Sie arbeitet seit 25 Jahren in der Einrichtung, erst als Erzieherin und seit 16 Jahren als Leiterin. Sie freute sich riesig darüber, dass nicht nur ehemalige Kindergartenkinder, sondern auch ehemalige Erzieherinnen zur Feier kamen. Unter anderem eine Kollegin, die die Einrichtung vor 13 Jahren verließ – sie zog nach Schleswig.

Der Kindergarten begann 1992 mit zwei Vormittagsgruppen, in denen Mädchen und Jungen von drei Jahren aufwärts betreut wurden. „Damals kamen die Kinder zum Spielen, die meisten, um vor der Einschulung das soziale Miteinander zu lernen“, sagte Waschwill. Im Sommer darauf wurde eine Ganztagsgruppe eingerichtet. „Beide Eltern arbeiteten, und die Kinder blieben länger in der Kita“, hat sie beobachtet.

„Ihre“ Kita bietet Platz für 75 Kinder. Belegt sind 60 Plätze. Sechs Zweijährige werden ebenfalls umsorgt. Heißt: „Für Kinder von drei Jahren aufwärts haben wir noch Plätze frei, aber für Kinder unter drei Jahren führen wir eine Warteliste“, sagte die Leiterin. 13 Erzieherinnen und eine Küchenkraft kümmern sich um das Wohl der Kinder. 

is

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