Einachs- und Schmalspurschlepper am Wochenende live zu erleben

Kleine Trecker kommen in Steinberg ganz groß raus

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Nicht bloß gucken - machen. Das steht beim großen Einachser- und Schmalspurschleppertreffen in Steinberg auf dem Programm.

Steinberg - Am kommenden Wochenende, am 5. und 6. September ist es wieder so weit. Dann findet zum neunten Mal das wohl größte Einachs- und Schmalspurschlepper-Treffen Deutschlands statt. Die Jungs der E.I.N.S.-Gemeinschaft (Einachsige Interessengemeinschaft von Nutzfahrzeug-Sammlern) organisieren ihr alle zwei Jahre stattfindendes Oldtimer-Treffen in Steinberg, nahe Etelsen im Flecken Langwedel.

Die Besonderheit dieses Oldtimer Traktoren-Treffens sind die Fahrzeuge an sich. Die kleinsten Vertreter der Gattung Traktoren, also Einachsschlepper, finden sich für ein ganzes Wochenende ein. Aus ganz Deutschland und sogar dem benachbarten Ausland werden Teilnehmer erwartet. Man rechnet mit über 100 Maschinen aller Marken und Größen.

„Wir sind besonders stolz darauf, dass wir eine wirklich breite Vielfalt an alten Einachsern und Schmalspurschleppern zeigen können“, erklären die Veranstalter Andreas Meyer und Uwe Ziebur.

Und in der Tat liest sich die Liste der ausgestellten Marken wie das „Who is Who“ der Einachser-Szene. Es sind nicht nur die bekanntesten Marken, wie zum Beispiel Holder, oder Agria.

Dieses Treffen hat seinen ganz besonderen Charme darin, dass man hier gerade Marken und Modelle sieht, die sonst eher selten bis gar nicht gezeigt werden. Abgesehen von den Klassikern, wie Bungartz, oder Hako, werden besondere Schmuckstücke zu sehen sein. Beispielsweise die ersten Vertreter der Gattung, also Siemens-Fräsen aus den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Das Treffen an sich ist beileibe kein langweiliges Standtreffen, bei dem die Traktoren nur in Reih und Glied stehen. In Steinberg wird Wert darauf gelegt, die Maschinen in ihrem ureigensten Element, auf dem Acker, zu zeigen und vorzuführen. Gerade dieser Aspekt ist für viele Teilnehmer ein besonderer Anreiz nach Steinberg zu kommen. Denn wo hat man als Besitzer eines Einachsers sonst noch die Möglichkeit, den Einachser mal wieder auf dem Acker zu bewegen?

In diesem Jahr wird zudem noch eine besondere Marke in den Vordergrund gestellt: Mullikas. Eine heute kaum noch bekannte Marke, die aber vor allem in den 50-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ganz besondere Fräsen gebaut haben. Sie waren als Forstfräsen konzipiert und insofern besonders robust gebaut. „Auch die geografische Nähe hat bei der Auswahl des Schwerpunktes eine Rolle gespielt“, sagt Uwe Ziebur. Die Mullikas-Fräsen wurden nämlich ab 1948 in Quickborn hergestellt. Der Hersteller, Paul Mullikas, war eigentlich ein Omnibus-Betrieb, der dann aber auch besagte Forstfräsen hergestellt hat.

Eine Selbstverständlichkeit soll aber nicht unerwähnt bleiben. Für das leibliche Wohl wird – wie immer – bestens gesorgt werden. Es wird wieder leckeres Essen (Bratwurst, Pommes, Kuchen) zu moderaten Preisen geben. Der Kuchen wird von den Steinberger Frauen höchstselbst hergestellt. Aber auch Getränke werden wieder natürlich zu moderaten Preisen angeboten. Kostenlose Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Der ideale Tag zum Besuch dieses besonderen Treffens wird wohl wieder der Sonnabend sein. Erfahrungsgemäß brechen viele Teilnehmer am Sonntag schon gegen Mittag auf, da sie oft einen Heimweg von mehreren hundert Kilometern haben. Für die Aussteller beginnen beide Tage gleich um 8 Uhr, da gibt es Frühstück. Und dann kann geguckt werden, eigentlich den ganzen Tag lang, wobei der geneigte Besucher wie gesagt sicher vom Sonnabend das Meiste hat.

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