Nach 18 Monaten Zwangspause kommt langsam wieder Leben in Kulturbetrieb

Ein Haus der Begegnung in Daverden

Der Vorstand des Vereins für Kultur und Geschichte Daverden im Jahr 2021 mit Manfred Knake (Kassenwart), Helmut Kucher (stellv. Vorsitzender), Theda Henken (Vorsitzende) und Andreas Cordes (Schriftwart).
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Der Vorstand des Vereins für Kultur und Geschichte Daverden im Jahr 2021 mit Manfred Knake (Kassenwart), Helmut Kucher (stellv. Vorsitzender), Theda Henken (Vorsitzende) und Andreas Cordes (Schriftwart).

Daverden – „Unglaublich, was wir vor der Corona-Zeit alles organisiert haben“, so die Vorsitzende des Vereins für Kultur und Geschichte Daverden Theda Henken auf der Mitgliederversammlung im Waldschlößchen Daverden. Seit März 2020 hatte es 18 Monate lang im Küsterhaus keine Themenabende oder Konzerte mehr gegeben. Lediglich die Gartenpflege fand statt und die Imker waren aktiv, schließlich fliegen die Bienen auch zu Corona-Zeiten.

Die erforderlichen Wahlen gingen schnell über die Bühne. Theda Henken, die am 30. Januar 2014 zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde und seit dem 11. Juni 2015 Vorsitzende ist, wurde ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie ihr Stellvertreter Helmut Kucher, der seit dem 15. März 2017 in dieser Position ist. Neue Kassenprüferin wurde Antje Cordes.

„Mir macht es immer noch Spaß“, hatte Theda Henken vor ihrer Wahl erklärt.

In ihrem Rückblick erinnerte Henken an die Themenabende mit Harald Gerken über die Jagd sowie über die Realverbände hinsichtlich der Bewirtschaftung der Wälder durch Gerd Depke und Axel Rode sowie die Bilderausstellung des Künstlers Günter Klein. Interessant war auch der Besuch des Vereins Zeitgeschichtliche Werkstatt Wittlohe. Es gab die Kohl- und Kulturveranstaltung und die Ausstellung von Dirk Beckedorf „Die alte Linde“. Am 5. März 2020 ging es noch zum Alten Pumpwerk in Bremen-Findorff. Anschließend lag das Vereinsleben lange brach. Dafür organisierten die Daverdener zum Beispiel ein Online-Konzert mit dem Benny-Grenz-Trio und das Weihnachtskonzert mit Darian & The Rolling Santas, das aus der Daverdener Kirche ins Internet übertragen wurde. Vom 2. bis 6. September 2020 war der Verein auf kulturhistorischer Fahrt nach Dresden. Rund um Kirche und Küsterhaus gab es schon 2020 keinen Weihnachtsmarkt, nur die Imker verkauften ihren Honig aus dem offenen Fenster heraus.

Erst am 26. Juni dieses Jahres konnte mit dem Auftritt von DeLoop wieder ein Konzert im Küstergarten stattfinden, es folgte die Ausstellung mit Werken des verstorbenen Langwedeler Künstlers Udo Smorra.

Aus der Geschichts-AG berichtete Andreas Cordes, dass Harald Gerken die gesammelten und in dieser Zeitung als Serie erschienenen Aufzeichnungen des Daverdener Pastors Büttner als buch herausgeben möchte. Hinrich Bischoff arbeitet daran, den den Daverdener Gefallenen des 2. Weltkriegs in einem eigenen Buch ein Gesicht geben.

„Das Imkern ist ein tolles Hobby“, erklärte Ulrich Röpe vom Imkerverein Verden. Die Imker hatten in der Pandemie eine Online-Schulung in Pandemiezeiten angeboten und dafür aus dem Küsterhaus ein Fernsehstudio gemacht. „Es gibt viele Imker und fünf Dozenten“, so Röpe, der auch über die 20 Bienenvölker im Küstergarten berichtete. „Die Imkerei ist eine alte Kultur. Für ein Glas Honig fliegen die Bienen zweimal um die Erde“. Der größte Teil der praktischen Ausbildung angehender Imker erfolgt im Küsterhaus.

Hartmut Bothmer stellte die neue Homepage des Vereins vor, Helmut Kucher informierte über die Arbeit der AG Haus, Hof und Garten. „Viele Besucher sind begeistert vom gepflegten Garten.“ Für den hat der Verein jetzt auch einen Pavillon und eine gepflasterte Bühne. „Ich danke besonders Hartmut Blumberg, der zwar kein Mitglied ist, aber immer dabei hilft“, so Kucher

Kassenwart Manfred Knake vermeldete in seinem Bericht: „Wegen der Pandemie hatten wir nur zwei Neueintritte.“ Der Verein hat damit jetzt 258 Mitglieder. Auch den Haushaltsplan 2021 stellte Knake vor.

„Die trockenen Zahlen trägt er immer mit seinem besonderen Humor vor“, lobte Theda Henken. Verbuchen konnten Knake und der Verein Fördermittel des Landschaftsverbands Stade und der Sparkassenstiftung. Größte Ausgabe war die neue Konzertbühne. Der neue Haushaltsplan wurde einstimmig beschlossen.

„Das Küsterhaus ist ein Haus der Begegnung“, stellte Theda Henken fest und machte das auch an den Imkerkursen und der Ländlichen Erwachsenenbildung fest, die das Küsterhaus ebenfalls nutzt.

Für den 12. November ist nun ein Konzert „Herzensangelegenheiten im Unplugged-Stil“ geplant. Am 24. November soll eine Kunstausstellung mit Werken von Birgit Böse eröffnet werden. Weitere Themenabende sind geplant. Im Januar soll es dann endlich die in Corona-Zeiten mehrfach verschobene Ausstellung mit der vielseitigen Fotografie von Ingo Wächter stattfinden, im Februar soll das ausgefallene Konzert mit Tatyana Ryzhkova nachgeholt werden.

Es folgt am 5. März 2022 eine Kunstausstellung. Auch will der Verein in das Museumsdorf Cloppenburg fahren und sich eine musikalisch-satirische Führung mit Pago Balke gönnen. Am 3. und 4. September 2022 soll das Sommerfest sein. Dann plant Christin Sellinger die Gründung eines Kinderclubs im Küsterhaus. Im Oktober 2022 möchten die Daverdener auf die Flandernfahrt gehen, die schon für 2020 geplant war.  whu

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