Förderverein unterstützt Diakoniestationen mit insgesamt 8 000 Euro

Ein bisschen mehr Zeit für die Menschen in Langwedel

Spendenübergabe vor der Diakoniestation an der Großen Straße in Langwedel mit (v.li.) Jessica Wistuba, Jenifer Wilman sowie Harald Haase und Ingrid Müller.
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Spendenübergabe vor der Diakoniestation an der Großen Straße in Langwedel mit (v.li.) Jessica Wistuba, Jenifer Wilman sowie Harald Haase und Ingrid Müller.

Langwedel – „Zeit geben“ ist das Motto des seit Juni 2002 bestehenden Fördervereins der Diakoniestation Kirchlinteln/Langwedel. „Das Wort Diakonie ist griechisch und bedeutet Dienst“, erklärt die Vorsitzende Ingrid Müller. Und dieser Dienst wird von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Diakoniestation erbracht.

Wenn diese Station Unterstützung bekommen sollen, dann ist die Zeit vor Weihnachten doch wohl genau richtig.

Die Fördervereins-Vorsitzende Ingrid Müller und ihr Kollege Harald Haase aus Langwedel jedenfalls schauten jetzt im Langwedeler Büro der Diakoniestation Kirchlinteln/Langwedel vorbei, und zwar nicht zufällig, sondern um sich stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stationsleiterin Jenifer Wilman und ihrer Kollegin Jessica Wistuba zu bedanken.

Für die 16 Fachkräfte und Pflegehelferinnen hatte der Förderverein hochwertige Pflegeprodukte besorgt, die man sich in der Station gewünscht hatte.

Durch das auch in diesem Jahr coronabedingte besonders häufige Desinfizieren (noch öfter als eh schon) sind die Hände der Pflegekräfte sehr beansprucht. Von Langwedel aus betreut die Station etwa 90 pflegebedürftige Menschen im gesamten Flecken, aber auch im nahegelegenen Verden-Eissel.

Für die nächsten Diensteinsätze hatte der Förderverein den Pflegekräften dazu etwas für die Kunden mit auf den Weg gegeben: feinen Honig vom Imker Wilhelm Haase-Bruns und seiner Frau Petra sowie von Jörg Isenbeck.

Der Förderverein wird Standorte die Diakoniestation in diesem Jahr mit einer Summe von insgesamt 8 000 Euro unterstützen – das sind noch 2 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Dieses Geld werde dringend benötigt, da die Krankenkassen ihre Pauschalen nicht an die tatsächlichen Bedingungen angepasst hätten, erklärte Ingrid Müller.

Die Leistungen der Diakoniestationen werden mit den Kranken- und Pflegekassen je nach Fall und Kunde im Rahmen der Pflege abgerechnet. Was an Geld bei dieser Abrechnung herauskommt, reicht meistens nicht aus, da für sogenannte „diakonische Leistungen“ kein einziger Cent von den Kassen gezahlt wird.

Zeit für Gespräche, für Trost und Beistand in schweren Lebenssituationen werden bei den Abrechnungen nicht berücksichtigt. Bei schwerkranken, sterbenden oder demenzerkrankten Menschen ist oft sehr viel mehr Zeit für die Pflege notwendig, als abgerechnet werden kann. Zeitmangel in der Pflege ist in vieler Munde und ein großes Problem, der Zeitdruck auf die Pflegekräfte nimmt immer mehr zu.

„Dem Förderverein liegt sehr daran, durch die finanzielle Unterstützungen an die Diakoniestationen den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen den Alltag durch die diakonischen Leistungen etwas menschlicher und wertvoller zu gestalten. Daher hat es der Förderverein, der 136 Mitglieder zählt, als Aufgabe angesehen, die hohe Qualität der Arbeit der Diakoniestation mit finanzieller Unterstützung zu erhalten. Geld wird deshalb immer gebraucht“, so Ingrid Müller.

Auch darum sind neue Mitglieder im Förderverein stets gern gesehen. Allein durch ihren Jahresbeitrag unterstützen die Mitglieder des Vereins die Stationen und letztendlich die Kunden, die Menschen vor Ort, die Hilfe und Zuspruch brauchen. Wenn dann noch Einzelspenden hinzukommen umso besser. Wer auf diesem Wege helfen möchte: Der Förderverein der Diakoniestationen hat bei der Kreissparkasse Verden ein Konto (DE 49291526700019700418) und eines bei der Volksbank Niedersachsen-Mitte (DE 28256916335121111400).  whu

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