Neuntklässler aus Langwedel

"Schüler fragen – Politiker antworten": Soccerfeld und Wahlrecht 

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Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der Oberschule am Goldbach hatten sich gestern im Bürgersaal des Rathauses versammelt, um den Kandidaten für das Bürgermeisteramt auf den Zahn zu fühlen. 

Langwedel - Ein Soccerfeld, eine Mountainbike-Strecke und angesagte Modeläden möchten Neuntklässler aus der Oberschule am Goldbach in Langwedel haben. Unter dem Motto „Schüler fragen – Politiker antworten“ fühlten sie gestern den drei Bürgermeister-Kandidaten Andreas Brandt, Bijanka Müller und Imke Thielker auf den Zahn.

Die jungen Leute saßen dem Trio im Bürgersaal des Rathauses gegenüber. „Ihr sollt merken, dass Politik nicht langweilig sein muss, sondern spannend sein kann“, leitete Lehrer Michael Schablow, der als Moderator mit am Podium Platz genommen hatte, die Veranstaltung ein.

Nach einer Vorstellungsrunde, in der die Kandidaten jeweils drei Minuten Zeit hatten, ihren Werdegang und ihr wesentliches Anliegen zu schildern, konnten die Jugendlichen ihre Fragen loswerden. Zunächst traute sich allerdings niemand.

Endlich durchbrach ein Junge das Schweigen. Er hätte gerne ein Soccerfeld an der Schule. Ob das wohl machbar sei? Bevor solch ein Fußball-Kleinspielfeld mit Bande geschaffen werde, gelte es, den Bedarf zu ermitteln, antwortete Imke Thielker und konkretisierte: „Haben viele außer dir daran Interesse?“ Eine derartige Anlage sei an der Goldbachschule geplant, informierte Bürgermeister Andreas Brandt.

Ein anderer Schüler wünschte sich eine Mountainbike-Strecke im Flecken. Hier sagte Bijanka Müller, das vorab geklärt werden müsse, ob dafür eine große Nachfrage vorhanden sei. „Denn solch eine Freizeitstätte kostet viel Geld“, erklärte sie dem jungen Publikum. Der Radfahrverein Etelsen solle nach dem Willen der Kommunalpolitiker prüfen, ob er eine Pumptrac-Anlage eventuell in Eigenregie betreiben könne, ergänzte Brandt.

Beantworteten die Fragen der Jugendlichen: (von links) Bijanka Müller, Imke Thielker und Andreas Brandt. Rechts Lehrer Michael Schablow, der die Podiumsdiskussion moderierte.

Ein Mädchen im Saal vermisste „Modeketten für coole Klamotten“ vor Ort. Bestehe die Chance, dass sich etwa „New Yorker“ oder „H&M“ in Langwedel ansiedelten? Im Einkaufszentrum gebe es immerhin noch freie Flächen, meinte der sozialdemokratische Bürgermeister. Die Große Straße müsse attraktiver gestaltet werden, sagte Thielker. Nur dann bestehe die Chance, dass Kunden in großer Anzahl kämen und damit Langwedel auch für namhafte Anbieter interessant werden könnte, erläuterte die Christdemokratin. Müller, parteilos, aber von der FDP für die Bürgermeister-Wahl nominiert, pflichtete ihr bei.

Junge Menschen ab 16 Jahre können am 24. September mitentscheiden, wer von den drei Bewerbern das Rennen macht. Anders als bei dieser Abstimmung auf kommunaler Ebene haben sie bei der zeitgleich stattfindenden Bundestagswahl jedoch kein Stimmrecht. Und auch bei der Wahl des niedersächsischen Landtags am 15. Oktober bleiben sie außen vor. Ist das in Ordnung? „Im Gegensatz zu meiner Partei bin ich für ein generelles Wahlrecht ab 16 Jahre“, bekannte Thielker. „Ab 16 seid ihr eigentlich schon so weit“, pflichtete ihr Müller bei. Brandt sah es genauso. „Je früher junge Leute für Politik begeistert werden können, desto besser“, äußerte der Amtsinhaber.

Und dann wollte noch jemand wissen, was die Kandidaten vom „absoluten Handyverbot“ an der Oberschule halten. In den großen Pausen sollte es erlaubt sein, das mobile Telefon, den Mini-Computer zu nutzen, waren sich alle einig. „Während des Unterrichts lenkt ein Handy jedoch vom Lernen ab.“ - mm

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