Ehepaar Penczek feiert diamantene Hochzeit / Elf Enkel gehören mit zur Familie

Bei sieben Kindern waren Reisen erst als Rentner drin

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Hilde und Johann Penczek aus Nindorf sind heute seit 60 Jahren verheiratet.

Nindorf - Das Fest der diamantenen Hochzeit können Hilde und Johann Penczek heute begehen, doch gefeiert wird erst am Sonnabend. Dann erwartet das seit 60 Jahren verheiratete Paar mehr als 20 Gäste im Haus an der Schlesier Straße in Nindorf.

Johann Penczek ist im heutigen Polen geboren und wuchs mit zwei Brüdern auf, die aber bereits gestorben sind. In den Kriegswirren zogen auch die Penczeks mit Pferd und Wagen gen Westen und landeten in Ahnebergen. Dort in der Nachbarschaft lebte auch die Familie Helms. So lernte er die vier Jahre jüngere Hilde Helms kennen, die in Ahnebergen geboren wurde und noch acht Geschwister hatte. Zwei der Schwestern leben noch.

Das Paar heiratete am 29. Juli 1955 vor dem Standesbeamten in Ahnebergen, die kirchliche Trauung fand in der Kirche in Westen statt. Es wurde nur in kleinem Rahmen im Elternhaus der Braut gefeiert.

Johann Penczek arbeitete sechs Jahre in Ahnebergen in der Landwirtschaft und weitere zehn Jahre in Barnstedt. Anschließend war er insgesamt 31 Jahre in zwei Bremer Betonwerken tätig, bis er 1993 in Rente ging.

Sieben Kinder sind dem Ehepaar geboren, fünf Söhne und zwei Töchter, die alle mit ihren Familien in der näheren Umgebung wohnen. Die Penczeks freuen sich inzwischen über elf Enkelkinder.

Als die Familie, um die sich vor allem die Ehefrau kümmerte, immer mehr wuchs, bauten die Penczeks in Nindorf ein eigenes Haus, das sie 1964 bezogen. Ein halber Morgen Land gehörte mit zum Anwesen, auf dem neben Hühnern auch vier Schweine gehalten wurden. „Wir haben Zuckerrüben angepflanzt und damit die Schweine gefüttert“, erinnert sich Johann Penczek. Als aber der Nachwuchs nicht mehr so viel Fleisch essen mochte, wurden alle Schweine geschlachtet, und auch die Hühnerhaltung gaben die Eheleute auf.

Bei sieben Kindern war an große Urlaubsreisen nicht zu denken. Als Hobby leisteten sich die Beiden nur das Kegeln, und als die Gastwirtschaft Intemann in Holtebüttel schloss, war es auch damit vorbei. Erst als Rentner gingen die Penczeks auf große Reisen. So waren sie dreimal in Griechenland und auch in der Türkei. Doch das geht heute gesundheitlich nicht mehr. Ihren Garten pflegen sie aber weiterhin und hoffen noch auf weitere gemeinsame glückliche Jahre in ihrem Haus, in dem auch einer ihrer Söhne lebt.

hu

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