Unter dem Dach des alten Käsewerkes

Drei Monate virtuell – und jetzt drei Tage analog

Sigi Brüns stellt nicht nur in Etelsen aus – sie hat sich unter dem Dach alten Käsewerkes auch Atelierräume eingerichtet. - Foto: Wenck

Etelsen - Von November letzten bis Februar dieses Jahres wurde die Einzelausstellung „Ateliers“ von Sigi Brüns auf der Internetseite von Kultur im Norden – KUNO e.V. gezeigt. Am kommenden Wochenende gibt es die Künstlerin und ihren neuen Werke live und analog. Vom 5. bis 7. Mai im ehemaligen Etelser Käsewerk.

Auf www.kunoweb.de waren insgesamt vier Ateliers zu sehen. Drei stellten die Arbeiten verschiedener Schaffensphasen der Künstlerin erstmalig ausführlich vor. Das vierte Atelier zeigte erstmal fast gar nichts. Es sollte nämlich offen sein für all die Arbeiten, die während der dreimonatigen Ausstellungszeit Woche für Woche das Licht der Welt erblicken würden. Und das war immer in Echtzeit auf kunoweb zu verfolgen. Ebenso die Videos und Texte der Künstlerin, die auf diese Weise klar und nachdrücklich ihren Arbeitsprozess verdeutlichen konnte.

Die Werke der ersten drei Ateliers waren natürlich schon vor der Online-Ausstellung zu sehen, zuletzt im September vergangenen Jahres in den Räumen des aufgelassenen Käsewerks in Etelsen.

Umgekehrt geschieht es nun am selben Ort mit den über 60 Arbeiten des Online-Ateliers, die seit November entstanden sind. Die werden als digitale Prints, Siebdrucke und Malerei von Sigi Brüns nun erstmals im realen Raum gezeigt. Anlässlich dieser Ausstellung präsentiert Paul Kroker (KUNO) den E-Katalog „Laboratorium“ mit einer reichen Auswahl von Arbeiten der Künstlerin. Der Katalog wird bei der Vernissage am Freitag in einer kleinen nummerierten Sonderedition auch als Print vorliegen.

Das ganze Projekt als künstlerisches, kuratorisches und expositorisches Unterfangen ist Ergebnis einer überaus fruchtbaren Teamarbeit von Sigi Brüns und Paul Kroker und hätte, wie der Katalogtext betont, „ohne die gegenseitige Offenheit nicht so glücklich ins Ziel geführt werden können.“

Kulturelle Angebote für Menschen aller Altersgruppen

Der musikalische Vernissage-Auftritt des kolumbianischen Duos Yolanda Arias (Gesang) und Joaquin Buitrago (Gitarre) aus Bremen reiht diese Veranstaltung ganz plastisch ein in die bundesweite Initiative „Kultur öffnet Welten“. Sie bietet denjenigen Kulturschaffenden und Institutionen eine Plattform, für die kulturelle Teilhabe ein grundlegendes Anliegen ist.

Gemeint ist damit eine bewusste Planung, Umsetzung und Vermittlung kultureller Angebote für Menschen aller Altersgruppen, unabhängig von ihrer sozialen Lage, einer Beeinträchtigung oder ihrer ethnischen Herkunft. „Kultur öffnet Welten“ ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen, künstlerischen Dachverbänden und Akteuren aus der Zivilgesellschaft und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Die Vernissage der Ausstellung von Sigi Brüns im ehemaligen Etelser & Alperi Käsewerk (Bahnhofstraße 6) ist am Freitag um 19 Uhr. Am Sonnabend und Sonntag (6. und 7. Mai) ist die Ausstellung von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Internet kann man gucken unter: www.kunoweb.de/sb; www.kunoweb.de/sb-at und www.other-q.com/sigi-bruens

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit

Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit

Abenteuer für Küstenfans: Eine Nacht im Schlafstrandkorb

Abenteuer für Küstenfans: Eine Nacht im Schlafstrandkorb

Liverpool kegelt Hoffenheim aus der Champions League - Bilder

Liverpool kegelt Hoffenheim aus der Champions League - Bilder

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Meistgelesene Artikel

Nasse Schwämme, volle Hosen, allerbeste Stimmung

Nasse Schwämme, volle Hosen, allerbeste Stimmung

Trump, Schottenröcke und zum Glück auch Musik

Trump, Schottenröcke und zum Glück auch Musik

Erst Finanzen für Liekenplan klären

Erst Finanzen für Liekenplan klären

Bürger aus Neddenaverbergen feiern ihre „Straße in die Zukunft“

Bürger aus Neddenaverbergen feiern ihre „Straße in die Zukunft“

Kommentare