160 von 240 Plätzen auf „Drosselhof“ belegt

Hagen-Grinden: Die Dauercamper sind zu Ostern unter sich

Geschäftsinhaber Jens Becker vor dem Campingplatz „Drosselhof“.
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Ein Panorama mit Deichblick bietet der Campingplatz „Drosselhof“, hier Geschäftsinhaber Jens Becker.

Hagen-Grinden – Wer mal wieder herzhaft lachen will, der fährt am besten zum Campingplatz „Drosselhof“ in Hagen-Grinden, der wegen der vielen Verbote aufgrund der Corona-Pandemie durch schwere Zeiten geht. Sobald Spaziergänger in den befestigten Eselsweg einbiegen, sehen sie dort aber kein Grautier, sondern ein Exemplar einer völlig anderen Art, das durch sein großes Format überrascht.

Die Betreiber des Camping-areals, Jens und Silvia Becker, darben wie unzählige andere Frauen und Männer, deren Lebensgrundlage die Gastronomie ist. Auch sie hatten angesichts der langen Schließungen ihrer Betriebe aufgrund der Pandemie finanzielle Verluste. Den „Drosselhof“-Betreibern helfen die Platzmieten der zahlreichen Dauercamper und am Wochenende der Außer-Haus-Verkauf von Speisen inklusive deren Lieferung über die Runden.

Am Nachmittag lassen sich oft Fahrradfahrer auf den Bänken auf dem Deich nieder und schauen auf die Weser; ein Anblick, der das aufgeregte Gemüt beruhigt und Seelenfrieden bringt. Sie können sich von Jens Becker eine Tasse Kaffee oder heiße Schokolade servieren lassen.

Spaziergänger, die auf dem Eselsweg bis zum Anleger der Fähre an der Weser laufen können, erleben gleich zu Beginn der befestigten Wege eine große Überraschung: Wie ein Campingplatz-Maskottchen scheint sie dort ein Teddybär zu begrüßen. Das Plüschtier eignet sich wegen seiner gewaltigen Ausmaße für ein Kind nicht zum Knuddeln. Der Anblick indes entlockt Groß und Klein ein Lachen oder wenigstens ein breites Grinsen.

Am Eselsweg beim Campingplatz „Drosselhof“ erfreut dieser Teddybär die Spaziergänger.

Diese Ostern werden die Dauercamper auf dem „Drosselhof“ allerdings unter sich sein. Urlaubsgäste und Camping-Neulinge über die Feiertage lassen die Corona-Bestimmungen nicht zu. „Ich hatte bei den Osterurlaubern bis zum Ende gewartet, weil ich ihnen eigentlich nicht absagen wollte“, berichtet Campingplatzinhaber Becker. Am Ende musste er es doch tun – obwohl er seit März 2020 ein strenges Augenmerk auf die Einhaltung des Hygienekonzepts hat.

Gut zu tun haben Jens und Silvia Becker trotzdem: „160 von insgesamt 240 Dauercamper-Plätzen sind belegt.“ Das habe sich wohlgemerkt im Verlauf des Jahres 2020 so ergeben, „die schöne Belegung“ haben die Beckers im Prinzip Corona zu verdanken. Denn viele Leute genießen die erholsame Umgebung des Campingplatzes abseits der sonst vorherrschenden Kontaktbeschränkungen und der Maskenpflicht, die in den Hotspots und Ballungszentren auch im Freien gilt. „Die Leute sind Corona-müde, das ist sicherlich ein Faktor“, sagt Becker. Diese Überdrüssigkeit gilt in gewisser Weise auch für die „Drosselhof“-Betreiber: „Letztes Jahr haben wir mit Mühe und Not zwei Veranstaltungen, Himmelfahrt und Pfingsten, auf die Beine gestellt. Ich hoffe, dass wir bald wieder voll durchstarten können“, so Becker.  ost/ldu

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