Übungsstunde für die U6 des FSV

DFB-Mobil in Völkersen: „Heute keine Grätschen“

Frido Petersen und Jonas Reinke (re.) trainierten mit dem Nachwuchs des FSV Langwedel-Völkersen, Jannek Ringer beobachtete das Ganze zusammen mit den Jugendtrainern. - Foto: Wenck

Völkersen - Ein Sack Flöhe ist nichts dagegen. Das merken Frido Petersen und Jonas Reinke auch gerade. „Heute wird fair gespielt, also keine Grätschen“, erklärt Frido. Ähm, was glauben die jungen Männer, die hier im Auftrag des Deutschen Fußballbundes (DFB) unterwegs sind, wie der Nachwuchs des FSV Langwedel-Völkersen in der U6 eigentlich drauf ist?

Sicher ist sicher. „Wie macht ihr das denn?“, fragt Jannek Ringer, ebenfalls vom DFB, lizenzierter Trainer. Er steht mit Jana Howe und Matthias Habrecht sowie Trainerkollegen aus Ottersberg und Posthausen ein Stück abseits. Die Trainerriege beobachtet.

In Gruppen aufteilen und erst einmal sausen lassen, ist da so eine Möglichkeit. „Wenn eine Woche lang Regen war... Dann ist Training und es ist trocken...“ Dann war der Nachwuchs fast die ganze Zeit im Haus und muss beim Fußball unbedingt seinen Bewegungsdrang austoben, hat Jana Howe festgestellt.

Die Bälle sind parat, es ist einiges aufgebaut, kann losgehen. Jannis kommt fast ein wenig zu spät auf den Platz. „Schuhe zu machen“, lautet die Bitte des ganz jungen Fußballers. Was steht da gleich noch mal groß auf dem Sprinter, der als „DFB-Mobil“ an diesen Tag in Völkersen Station gemacht hat: „Trainer – Psychologe – Motivator – Mutti.“ Das passt.

Die DFB-Männer sind auf Einladung des FSV da. Die Vereine können sich bewerben, wenn Zeit ist und ein Verein mal wieder dran ist, kommt das DFB-Mobil.

Austausch auf dem Platz

Frido Petersen und Jonas Reinke sind selbst begeisterte Fußballer und im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) mit der vorherigen entsprechenden Ausbildung für den DFB unterwegs. Sie machen das Training mit den Kindern, gut anderthalb Stunden lang. Jannek Ringer und die anderen Trainer gucken zu. Wie bereits zu erahnen, läuft der Austausch schon auf dem Platz.

Wenn die Kinder durch sind, setzten sich die Trainer noch zusammen, tauschen sich weiter aus. Wer Fragen hat, die er beim Training noch nicht losgeworden ist, hat hier die Gelegenheit.

Mit 30 DFB-Mobilen besucht der DFB seit Mai 2009 bundesweit seine Fußballvereine. „Ziel ist es, den Nachwuchstrainern, die überwiegend nicht lizenziert sind, direkt und unkompliziert praktische Tipps zu geben“, heißt es vonseiten des DFB. Jährlich kommt man auf gut 3 600 Veranstaltungen.

Weitere Besuche geplant  

Das DFB-Mobil besucht übrigens auch Grundschulen. Kontakt bekommt man über die jeweiligen Landesverbände (www.dfb.de/dfb-mobil/dfb-mobil-auf-tour/).

Kommt der Besuch des DFB-Mobils zustande, ist dieser Service kostenfrei, gestellt werden müssen lediglich die Trainingsfläche und Strom kann auch nicht schaden. Trainingsmaterialien müssen die Vereine auch nicht stellen, das DFB-Mobil hat alle notwendigen Trainingsmaterialien mit an Bord.

„Wie wecke ich Begeisterung im Kinder- und Jugendtraining?“ ist dabei eine große Fragestellung, wenn das DFB-Mobil kommt. Ganz ehrlich, in der U6 ist die Begeisterung noch voll mit eingebaut. Was ja nicht heißt, dass man nicht noch etwas besser machen kann. 

jw

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