Irmtraud Kutschers letzte Sitzung als Ortsbürgermeisterin / Dieter Haase Nachfolger

Der große Abschied aus dem Ortsrat Etelsen

Der neue Etelser Ortsrat (v.li:) Hella Bachmann, Lars-Henrik Haase, Carsten Kelbling, Dieter Haase, Jochen Davids, Carsten Wagener, Irmtraud Kutscher, Rolf Meyer, Jutta Mohrmann und Fabian Sasse.
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Der neue Etelser Ortsrat (v.li:) Hella Bachmann, Lars-Henrik Haase, Carsten Kelbling, Dieter Haase, Jochen Davids, Carsten Wagener, Irmtraud Kutscher, Rolf Meyer, Jutta Mohrmann und Fabian Sasse.

Etelsen – Gut besucht sind die Sitzung des Ortsrates Etelsen sowieso immer. Aber was am Donnerstagabend passierte, das hat es so in einem Ortsrat noch nie gegeben. Die Gemeindeverwaltung war auf das immense Bürgerinteresse vorbereitet und hatte die Veranstaltung, auch ein Novum, gleich in die Sporthalle Cluvenhagen verlegt. „Ich bin schon ein bisschen überwältigt von der Anzahl der Menschen“, staunte Irmtraud Kutscher trotzdem in die Halle.

Bürgerinnen, Bürger, Vertreter der Kirchengemeinde und Sportvereinen auf der Tribüne, Delegationen von Feuerwehren und Schützenvereinen, vom Fährverein, vom DRK auf den Plätzen in der Halle. Und alle waren wegen Irmtraud Kutscher da, die nach 40 Jahren im Ortsrat und 20 Jahren als Ortsbürgermeisterin nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Überhaupt hat der neue Ortsrat Etelsen eine sehr veränderte Zusammensetzung. „Fünf neue Gesichter. Der Ortsrat wird jünger. Als ich hier anfing, waren manche von Ihnen noch gar nicht geboren.“ Sei sei immer gern für die Menschen da gewesen. „Ich habe das sehr, sehr gern gemacht“, so Kutscher.

Wenig später war Dieter Haase (SPD) einstimmig auf Vorschlag von Hella Bachmann und Jochen Davids (beide CDU) zum neuen Etelser Ortsbürgermeister gewählt worden. Anschließend schlug Haase Hella Bachmann als neue stellvertretende Ortsbürgermeisterin vor – auch diese Wahl erfolgte einstimmig. Nach dem offiziellen Teil der Sitzung wurden Wolfgang Ewert und Sven Kakies (beide SPD), Hendrik Söhn und Marco Bachmann (beide CDU) sowie Peter Litter (WGL) mit ehrenden Worten für ihren Einsatz im Ortsrat bedacht.

Über Irmtraud Kutscher aber brach ein Regen an Würdigungen, Dankesworten und Geschenken herein. Dieter Haase attestierte seiner Vorgängerin „einen ehrenamtlichen Einsatz, der weit über die Grenzen Etelsens hinaus seines Gleichen sucht. Du bist Etelsens Gedächtnis, die biologische Festplatte des Ortes.“ Sie sei „die Kümmerin“ gewesen. „Wir werden deinen Rat noch oft benötigen.“ Jochen Davids, bisher stellvertretender Ortsbürgermeister und auf der Bühne Sketchpartner Kutschers bei diversen Seniorenfeiern, dankte für die CDU.

„Du hast etwas geleistet, was eigentlich gar nicht vorstellbar ist“, befand Bürgermeister Andreas Brandt, verwies auf das Engagement Kutschers im Gemeinderat und im Kreistag, ließ das Engagement bei der Betreuung von Geflüchteten nicht unerwähnt – ebenso wie seine Verblüffung, als er miterlebte, wie Irmtraud Kutscher auf Französisch vermittelte.

„Deine Lobhudelei ist ja mal ein büschen übertrieben“, beschied Kutscher dem Bürgermeister. Aber es ist schon gut, wenn man ein Taschentuch dabei hat – und in einem kleinen unbeobachteten Moment mal ganz tief durchatmen kann.

Umarmen ist nicht – aber herzlich geht trotzdem. Auch Pastor Martin Beckmann hatte offizielle Abschiedsworte für Irmtraud Kutscher.

„All die Jahre immer mit dem Ohr am Bürger, immer nah an den Menschen“, fasste Pastor Martin Beckmann im Dank der Kirchengemeinde das Wirken Kutschers zusammen. „Du bleibst uns verbunden. Es ist noch genug zu tun“, war er sich sicher.

Auch Dagmar Fahrenholz erhoffte sich für den Fährverein die weitere Mitarbeit der Ex--Ortsbürgermeisterin, vielleicht fürs Fährfest mit einer der „unglaublichen Torten“, die man wegen ihrer aufwendigen Verzierungen nicht einfach mal so anschneiden kann. Backen kann sie auch noch, die Irmtraud Kutscher.

Von Jens Wenck

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