„Fahrt ins Blaue“ des Vereins für Kultur und Geschichte führt ins historische Zentrum von Wildeshausen

Daverdener erkunden die nach Wigald benannte Kreisstadt

Jede Menge Historie und auch ein Stück Kultur gab es für die Daverdener Reisegruppe bei ihrem Besuch in Wildeshausen. Foto: Hustedt

Daverden – Das mit dem Blau bei der „Fahrt ins Blaue“ des Vereins für Kultur und Geschichte Daverden hatte schon mal geklappt, wenn sich die Teilnehmer den Himmel bei der von Hinrich Bischoff organisierten Tour ansahen. Ziel war die 20 000 Einwohner zählende Kreisstadt Wildeshausen.

Auf dem Parkplatz warteten schon zwei Stadtführer, Dem Vereinsnamen entsprechend war natürlich ein kulturelles Programm vorgesehen. Beim Gang durch die Altstadt gab es reichlich Informationen aus der langen Geschichte Wildeshausens. Den Gästen wurde erklärt, dass der Ortsname vermutlich von einem Nachkommen des sächsischen Herzogs Widukind namens „Wigald“ abgeleitet wird. Widukind heißt „Kind des Waldes“.

Die Stadtführer erläuterten, dass die Stadt im Mittelalter regionale Bedeutung durch die Lage an der Flämischen Straße erlangte, die von Lübeck über Hamburg und Bremen nach Flandern führte.

Als Begründer der Wildeshauser Linie des Oldenburger Grafenhauses gilt Heinrich I. Seine Enkel übertrugen Burg und Vogtei an das Erzbistum Bremen, um es als Lehen zurück zu empfangen. Ein schlauer Zug, denn dadurch erhielt die Siedlung Bremer Stadtrecht und Zollfreiheit mit Bremen. Schon seit 1270 ist Wildeshausen eine Stadt.

Im Spätmittelalter gehörte sie zu Münster. Die Stadtführer erläuterten, dass in der Reformationszeit, als ein Pfarrer von Wildeshauser Bürgern erschlagen worden war, die Stadt durch Münstersche Truppen besetzt wurde. Bürgermeister Lickenberg wurde hingerichtet. Der Hinrichtungsstein ist auf dem Marktplatz zu finden. Am Marktplatz steht auch das Rathaus mit hochgotischem Treppengiebel aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Die Stadtmauer wurde zerstört und erst 1544 wieder rundum ein Wall errichtet.

Nach der Zugehörigkeit zu Schweden (1648 bis 1679) und Münster (1689 bis 1700) fiel Wildeshausen ans Kurfürstentum Hannover. Damals wurde das Amtshaus an der Kirche gebaut, wo die Daverdener Besucher später im feinen Restaurant speisten.

Die Stadt erhielt auch einen Marktbrunnen vor dem Rathaus. Nach einem Fußweg auf dem Wall bewunderten alle den „Remter“, das älteste Gebäude in Wildeshausen. Dann ging es in die Alexanderkirche, die Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.

Nachdem sich die Vereinsvorsitzende Theda Henken bei den Stadtführern bedankt hatte, ging es ins besagte Restaurant „Altes Amtshaus“. Danach brachte der Bus die lustige Gesellschaft zurück nach Daverden.  hu

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