Jahreshauptversammlung des „Vereins für Kultur und Geschichte Daverden“

Küsterhaus-Sanierung im Mittelpunkt

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Sie führen die Geschicke des „Vereins für Kultur und Geschichte Daverden“, vorne, von links: Gabi Klimpel und Manfred Knake. Hinten: Helmut Kucher, Theda Henken und Gerold Höpken.

Daverden - Wie auf jeder Mitgliederversammlung des „ Vereins für Kultur und Geschichte Daverden“ waren auch zur Jahreshauptversammlung fast die Hälfte der über 200 Mitglieder in das „Waldschlößchen“ gekommen. Natürlich stand die Sanierung des alten Küsterhauses im Mittelpunkt der Versammlung. Das im Jahr 1844 erbaute Gebäude, welches 1910 letztmalig renoviert worden war, wird jetzt aufwendig saniert.

Die Vorsitzende Theda Henken freute sich, mit Gerold Höpken einen versierten Fachmann an ihrer Seite zu haben, denn dieser ersetzt nahezu einen Architekten. Das Dach wurde komplett erneuert. Anhand von Lichtbildern zeigte Höpken, welche Arbeiten bisher schon erledigt wurden. 

Es wurden Wände eingerissen, Türen zugemauert und an anderer Stelle wieder eingebaut, das frühere Klassenzimmer wurde wieder in voller Größe hergestellt. Eine Treppe zum Dachboden muss noch eingebaut werden, die Heizungs- und Sanitäranlagen werden komplett überarbeitet, Fliesen müssen noch verlegt werden. Die Wände wurden teilweise neu verputzt, sie müssen noch neu gestrichen und teilweise neue Fenster eingesetzt werden.

Herausforderung Brandschutz

Die Baugenehmigung wurde im 2017 erteilt, im September wurde mit den Arbeiten begonnen und am 3. November das Richtfest gefeiert. Gerold Höpken erläuterte auch, welche Schwierigkeiten zwischendurch immer wieder auftauchten. Der Brandschutz war eine dieser besonderen Aufgaben, und zusätzlich höhere Kosten verursachte. Nach seiner Kostenschätzung sind für das Haupt- und Nebengebäude 250.000 Euro veranschlagt, hinzu kamen 10.000Euro für den Brandschutz. 

Stolz erläuterte Gerold Höpken, dass mindestens 30.000 Euro durch handwerkliche Eigenleistungen der Mitglieder erarbeitet werden, so dass ein Finanzbedarf von 230.000 Euro besteht. Ausgegeben wurden bisher 115.000 Euro, das ist exakt die für diesen Leistungsstand kalkulierte Summe „Eine hervorragende Leistung“ so Höpken. So gab es kürzlich eine mängelfreie Abnahme für die Dach- und Deckenkonstruktion. ,,Wir sind also sehr zufrieden, sowohl mit den Arbeiten als auch mit der Finanzierung“ so Höpken, der allerdings auch weitere Spenden für wünschenswert hält.

Fast täglich sind Helfer auf der Baustelle

2.155 Arbeitsstunden leisteten die Mitglieder bisher, konnte der stellvertretende Vorsitzende Helmut Kucher vorrechnen. Fast täglich sind Helfer auf der Baustelle zu sehen. Allein neun Container Schutt wurden aus dem Küsterhaus geholt. Weitere Folgearbeiten werden in Eigenleistung durchgeführt werden.

Über die vielen Vereinsaktivitäten des letzten Jahres berichtete Theda Henken. „Es war ein kurzweiliges Jahr“. Es gab im Februar eine „Kohl-und Kulturfahrt“ in das Bremer Blockland sowie mehrere Stammtische mit kulturhistorischen Themen und heimatkundliche Tagesausflüge in die nähere Umgebung. Der Gospelchor Etelsen trat zu einem Benefizkonzert in der Kirche auf. Zudem war der Verein beim Weihnachtsmarkt vertreten.

Kassenwart Manfred Knake legte die Jahresrechnung 2017 vor und erläuterte die wesentlichen Posten. Er freute sich über den Mitgliederzuwachs und warb um jüngere Mitglieder, denn der Altersdurchschnitt beträgt 65 Jahre. Als Kassenprüfer konnte Rüdiger Hustedt eine gewissenhafte Arbeit bescheinigen. Im nächsten Jahr wird er mit Udo Haberkorn die Kasse prüfen.

Arbeit vielseitiger geworden

Manfred Knake wurde ebenso einstimmig als Kassenwart wieder gewählt wie Gabi Klimpel als Schriftwartin. Der ehemalige Vorsitzende Hinrich Bischoff erinnerte an die Vereinsgründung im Mai 1999 mit zwölf Mitgliedern. Als Manfred Knake am 5. April 2006 die Kassenführung übernahm waren es nicht viel mehr. Jetzt aber mit über 200 Mitgliedern und der Buchführung für die Sanierungsarbeiten ist die Arbeit vielseitiger geworden. „Manfred Knake ist ein gewissenhafter Kassenwart und soll daher zum Kassenrat ernannt werden“, beendete Hinrich Bischoff seine launige Ansprache mit einer Urkunde für den Geehrten.

„Neben der Sanierung des Küsterhauses soll das kulturelle heimatkundliche Programm in diesem Jahr nicht zu kurz kommen“, befand Theda Henken. Am 11. Februar wird es eine ,,Kohl & Kulturfahrt“ geben, die bereits ausgebucht ist. Theaterfahrten stellte sie ebenso als Jahresprogramm vor wie einen ,,Tag der offenen Tür“ im Sommer, im Herbst eine Jahresfahrt und die Beteiligung am nächsten Weihnachtsmarkt.

Ein informativer Film von Hans-Hermann Hulek über die Bauarbeiten bei der Dachkonstruktion beendete die Mitgliederversammlung. - hu

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