Anwohner beantragen Bebauungsplan mit Einschränkungen / Neuer Namen für halbe Straße

Daverden: Gegen Mehrparteienklötze

Da kommt keiner mehr durch – weil es im weiteren Verlauf der Straße auf den Branden keine Brücke über die A 27 mehr gibt (oben). Deswegen sollen die Straßenschilder Auf dem Branden (re.) auf der südlichen Seite der Autobahn auch durch den neuen Straßennamen Brillkamp ersetzt werden.
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Da kommt keiner mehr durch – weil es im weiteren Verlauf der Straße auf den Branden keine Brücke über die A 27 mehr gibt. Deswegen sollen die Straßenschilder Auf dem Branden auf der südlichen Seite der Autobahn auch durch den neuen Straßennamen Brillkamp ersetzt werden.

Daverden – Wer bislang für ein Grundstück in Daverden im Bereich Rotdornweg, Im Sande, Hauptstraße und Tegelhoff den Antrag für den Neubau eines Hauses stellte, der wurde nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches behandelt. Soll heißen: „Hier sind Bauvorhaben zulässig, wenn sie sich nach Art und Maß und der Fläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen“, erläuterte Bauamtsleiter Bernhard Goldmann jetzt vor dem Ortsrat Daverden im Langwedeler Rathaus. Jahrzehntelang kam in dem betreffenden Bereich niemand auf die Idee, etwas anderes als ein Einfamilienhaus oder vielleicht mal ein Doppelhaus bauen zu wollen. Aber die Zeiten ändern sich.

Wie unter anderem am Herrenkamp zu beobachten, beginnen an manchen Stellen neue große Mehrparteienhäuser das Bild zu dominieren. Sehr zum Missfallen der Alteingessenen und aller Lokalpolitiker. „Hässliche Klötze“, die jede Menge Probleme mit vielen neuen Autos machen, die die Straße zuparken, lautet dann das Urteil.

Um genau diese Klötze in ihrer Nachbarschaft zu verhindern, hatten mehrere Anwohner des Goldbergrings Ende vergangenen Jahres beantragt, einen Bebauungsplan „Goldbergsring“ aufzustellen, der Neubauten unter anderem in der Zahl der Geschossigkeit und Anzahl der Wohneinheiten beschränkt.

„Die Verwaltung unterstützt das“, so Bauamtsleiter Goldmann. Aus dem Rathaus schlägt man der Politik sogar vor, dass Gebiet noch über den Goldbergsring hinaus zu erweitern. „Das ist genau der richtige Kurs. Wir unterstützen das“, so Lars Lorenzen (CDU). Ähnlich äußerte sich Ortsbürgermeisterin Silke Brünn (SPD). „Was wir in den letzten Jahren erlebt haben, war ohne Gleichen. Solche Fehlentwicklungen gilt es in Zukunft zu vermeiden.“ Der Ortsrat war einstimmig für den Verwaltungsvorschlag.

Einstimmig plädierte der Ortsrat auch für den Verwaltungsvorschlag, den südlichen Teil der Straße Auf dem Branden in Brillkamp umzubenennen. Nach dem Abriss der Brücke über die Autobahn ist die Straße nicht mehr durchgängig befahrbar. Nördlich der A27 stehen Häuser, südlich nicht. Also wird der nördliche Teil weiter Auf dem Branden heißen, damit hier die Adressen nicht geändert werden müssen – aber Navigationsgeräte und Rettungsdienste gleich genau wissen, wo eine Adresse ist und wie man zum Ziel kommt, ohne vor einer Absperrung zu landen.

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