Daverden

Autobahnbrücke Auf dem Branden steht vor Aus

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hält die Autobahnbrücke Auf den Branden für verzichtbar, der Flecken nicht. - Foto: Mix

Daverden - Wird die baufällige Brücke, die im Verlauf der Straße Auf den Branden über die Autobahn 27 führt, noch für den Wildwechsel oder Radfahrer benötigt? „Wirtschaftlich ist sie nicht mehr tragbar“, sagt Werner Fricke von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden. Damit läuft es wohl auf einen Abriss der Überführung ohne Ersatzbau hinaus.

Politiker aus dem Flecken Langwedel würden die von Autofahrern kaum genutzte Brücke, wie berichtet, gerne für querende Wildtiere, Radfahrer und Fußgänger erhalten. Doch da dürften die übergeordneten Behörden kaum mitspielen, zumal der Bund die Kosten für einen Neubau übernehmen müsste.

„Im voraussichtlich im kommenden Jahr anstehenden Planfeststellungsverfahren wird sich herausstellen, ob die Belange des Fleckens berücksichtigt werden können“, informierte Fricke gesern auf Nachfrage.

Tendenziell ist eher mit einem Nein zu rechnen. Denn Werner Fricke, der das Sachgebiet Brücken- und Ingenieurbau bei der Landesbehörde leitet, sieht notwendige Voraussetzungen für ein weiteres Vorhalten der rund 40 Meter langen und sieben Meter breiten Überführung Auf dem Branden als nicht unbedingt gegeben an.

Grünbrücken, die für wildlebende Tiere ein Hilfsmittel sind, stark befahrene Verkehrswege gefahrlos zu queren, werden nach seinen Angaben als „Ingenieurbauwerke“ klassifiziert und müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie hätten in der Regel eine Mindestbreite von 50 Metern, damit sie von größeren Tieren wie Hirschen angenommen werden. Bei Wikipedia ist allerdings der Zusatz zu finden: „Es gibt auch Kleintierbrücken, die nur wenige Meter breit sind.“

Fricke führt noch einen weiteren Punkt an. Er hält es für „fraglich, ob es dort nennenswerten Radtourismus gibt“. Vielleicht sei es „ja auch zumutbar, den Radweg bis an die nahe Brücke der Kreisstraße 9 über die A 27 zu verlängern“.

Das aus den 60er Jahren stammende Bauwerk Auf den Branden müsse auf jeden Fall beseitigt werden. „Der hochduktile Spannstahl könnte jederzeit einstürzen“, sagt der Fachmann. Bei der Alternative, die Brücke nur für den Autoverkehr zu sperren, winkt er ab. „Das Risiko, das da trotzdem jemand rüber fährt, wäre zu groß.“

Ein Neubau würde stark ins Geld gehen, weiß Fricke. „Ein Quadratmeter Brückenfläche kostet 3000 Euro.“ - mm

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