Unschöne Bereiche am Langwedeler Bahnhof / Gemeinde hat Interesse an der alten Laderampe

„Das ist ein Dauerthema“

Wo Kraut und Grün anscheinend ungehindert sprießen – ist die Bahn zuständig. Den Bereich der ehemaligen Rampe würde die Gemeinde gern kaufen und neu zu gestalten.
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Wo Kraut und Grün anscheinend ungehindert sprießen – ist die Bahn zuständig. Den Bereich der ehemaligen Rampe würde die Gemeinde gern kaufen und neu zu gestalten.

Langwedel – 42 Jahre lang ist Jürgen Bischoff mit der Bahn zur Arbeit gefahren. „Die beste Sache überhaupt“, sagt der Daverdener über das Bahnfahren. Es würden bestimmt noch viel mehr Leute mit dem Zug fahren, wenn der Langwedeler Bahnhof nicht so verlottert wäre. „Das ist doch auch eine Imagesache.“ Bischoff kommt so richtig in Fahrt, die Emotionen kochen hoch, im Bahnhof wird überall hingepinkelt, jede Menge Dreck, ein Saustall.

Wer ist da eigentlich für zuständig? Fürs Saubermachen und Co? In Langwedel gleich mehrere Akteure, wie sich herausstellen wird.

„Das ist ein Dauerthema“, erklärt Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt. „Wir beschweren uns auch bei der Bahn.“ Auf der Nordseite des Bahnhofs mit dem neuen Parkplatz, dem neuen Fahrradunterstand, der „Park and Bike“-Anlage ist der Flecken Langwedel zuständig. Bauhofmitarbeiter kommen regelmäßig vorbei und zum Einsatz, kümmern sich, tun und machen. Wenn dann zwischendurch ein völlig entkräfteter Zeitgenosse (oder eine Zeitgenossin) den Weg zum nächsten Mülleimer nicht schafft, dann kann da mal ein paar Tage etwas liegen bleiben. Beutel mit Hundekot landen auch in den Büschen, hat Andreas Brandt beobachtet.

Im Tunnel und auf den Bahnsteigen ist die Deutsche Bahn zuständig, die Reinigungsfirmen beauftragt. „Für die DB sieht das im Bundesvergleich bei uns noch gut aus“, sagt Andreas Brandt. Dass der Aufzug im Tunnel ein Problem ist – unbestritten. „Das riecht da schon immer würzig. Hängt wohl auch davon ab, wie zivilisiert die Leute sind.“ Dass sie immer zivilisiert sind, da hat der Bürgermeister und ehemalige Eisenbahner Brandt manchmal so seine Zweifel. Auch wenn er zum Beispiel an den Bahnhof Etelsen, der im Bahnjargon ein „Haltepunkt“ ist, denkt. Hier wurden schon alle Glasscheiben der Wartehäuschen auf dem mittleren Bahnsteig zerstört.

Ja, die Container hinten am Bahnhofsgebäude. Die sind für Altglas und Altkleider. Das hier immer wieder Sperrmüll daneben steht... Gefühlt wird mehr, findet Nachahmer, wenn das in der Zeitung steht, meint Bürgermeister Brandt.

Für die Beseitigung sind der Landkreis und die Betreiber der Container zuständig. „Und die kümmern sich auch.“ Überhaupt sei nicht nachzuvollziehen, warum sich Mitbürger die Mühe machten, ihren Sperrmüll an altkleidercontainern oder Bauschutt in der Landschaft zu entsorgen, wie jüngst geschehen. „Wir haben hier doch Superentsorgungsmöglichkeiten. Oehlrich in Walle hat einen Wertstoffhof, Nehlsen in Daverden, den Abfallhof des Landkreises an der Birkenallee, und Sperrmüll kann man auch einfach bestellen.“

Grundsätzlich arbeite die Gemeinde an einer Verbesserung der Situation. Überall wo das Kraut schieße, sei die Bahn zuständig, sagt Brandt. Das tut es auch an der alten Verladerampe hinter dem Bahnhofsgebäude an der Straße An der Waage. Verladen wird hier schon lange nichts mehr. Die Gemeinde Langwedel hätte das Rampengrundstück gern, um auch hier die „Park+Bike+Ride“-Situation weiter zu verbessern. Aber noch ist nichts spruchreif. „Wir sind in Gesprächen“, so der Langwedeler Bürgermeister.

Gut, dass es keine Geruchsbilder in der Zeitung gibt. Schon vor dem Aufzug ist ein ganz typischer Mief zu riechen.
Der Platz zwischen den Containern am Bahnhof wird immer wieder als Müllabladeplatz missbraucht.
„Und ich kaufe ein A...“ Der Buchstabe im Ortsnamen des Bahnhofes fehlt schon lange. Was nicht gerade zu einem positiven Bild beiträgt.

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