Leuchtturmprojekt: Spielplatz Schwarzer Berg jetzt auch offiziell eingeweiht

„Das mag ich“

Nichts wie ran auf die Kletterpyramide, in einem unglaublichen Tempo nach oben – und gestrahlt. Dabei sieht das Spielgerät von unten wirklich hoch aus. Ist es auch. Was die Kinder aber nicht im geringsten beeindruckte. - Fotos: Wenck

Langwedel - Da wurde kein Band durchgeschnitten. Bevor es losging, gab es auch keine Rede. Das hätte man den Mädchen und Jungs aus den Kindergärten in Langwedel und Daverden aber gestern morgen auch nicht zumuten dürfen. Schließlich hatten sie den neuen großen Spielplatz Schwarzer Berg vor der Nase. Sollten die Erwachsenen mal den offiziellen Eröffnungsteil machen. Die Kinder flitzten los und rauf auf die echt hohe Kletterpyramide.

Passt schon, schließlich gilt der aufwändig sanierte Spielplatz als Leuchtturmprojekt. Allein für Spielgeräte wie etwa die Pyramide, ein Karussel, eine Nestschaukel, Trampoline, Bolzplatztore, Sandbagger, Sandkisten, Balancieranlage, Kreisel hat der Flecken Langwedel rund 83 000 Euro ausgegeben. Dazu kommen noch die Arbeitsstunden des Bauhofes. „Das waren nicht wenig. Rund 1 000“, so Bürgermeister Andreas Brandt.

Aufgestellt hat man auch noch Tische und Bänke. Neben Kindergärten sollen auch Familien einen Ausflug zu dem Spielplatz machen. So hat man sich das jedenfalls bei dem Spielplatzkonzept gedacht, an dem eine Arbeitsgruppe ganz schön lange gesessen hat.

„Wir sind schon vier Jahre zugange“, meinte gestern Theda Henken. „Was lange währt, wird endlich gut“, fiel Sigrid Ernst dazu ein.

Ursprünglich hat der Rat mal diskutiert, ob und wo man denn vielleicht einen Waldspielplatz im Flecken einrichten könnte. „Gucken wir erst einmal, was wir überhaupt haben“, lautete der Beschluss. Die Erkenntnis: Es gibt 30 Spielplätze im Gemeindegebiet, in unterschiedlichstem Zustand und auch ganz unterschiedlich genutzt.

Urspünglich wollte man zehn der 30 Plätze ganz dicht machen. Nach Elternprotesten und Eltern-Eigenarbeit (Lilienweg in Etelsen) sollen jetzt noch acht Plätze verschwinden. Am Fichtenweg wird es in Zukunft nur noch eine Sandkiste und Sitzgelegenheiten geben.

An der Etelser Straße und am Lilienweg gibt es schon neue Spielgeräte, für den Platz an der Daverdener Feldstraße sind sie bestellt, am Lindenweg in Daverden wird der Platz wegen des Krippenneubaus neu angelegt, für den Spielplatz In den Hollen stehen Haushaltsmittel bereit, für den Mohnblumenweg sollen demnächst die Planungen anlaufen.

Das Leuchtturmprojekt Schwarzer Berg kommt auf alle Fälle bei der Zielgruppe (Kinder bis zwölf Jahre) prächtig an. „Nee. Nicht anschieben, das können wir Kinder schon alleine!“, lautet die Ansage von den großen Jungs auf der Wiegen-Wippe. Ja, ist klar. Aber man wird ja noch mal gucken dürfen, wie das Teil überhaupt funktioniert... Irmtraud Kutscher darf später bei den Mädchen ein bisschen Schwung geben. Was allen sichtlich viel Vergnügen bereitet. Kommentar der Geräte-Tester: „Das mag ich!“

Damit das bei allen Nutzern und Anwohnern auch so bleibt, wollen Gemeindeverwaltung und die Mitglieder der Arbeitsgruppe ihr Projekt Schwarzer Berg weiter im Auge behalten, gucken, was sich tut, wo es Verbesserungsbedarf gibt.

Ein Projekt im Projekt hat man sich schon für die kommenden Sommerferien vorgenommen: Die alte Brücke auf dem Gelände soll durch Katja Lindemann noch ein Fliesen-Mosaik bekommen. Gern unter der Mithilfe und unbedingt mit Motivanregungen von Kindern. Wann das genau passieren soll, wird dann noch rechtzeitig hier in der Zeitung stehen. J jw

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