Viele neue Gesichter im Bürgersaal

Gemeinderat Langwedel: SPD knapp vor der CDU

Die neue Oberschule war bei dieser Kommunalwahl zum ersten Mal das Wahllokal für die Daverdenerinnen und Daverdener – und das soll auch in Zukunft so sein.
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Die neue Oberschule war bei dieser Kommunalwahl zum ersten Mal das Wahllokal für die Daverdenerinnen und Daverdener – und das soll auch in Zukunft so sein.

Langwedel – Am Ende behielt die SPD bei der Gemeinderatswahl am Sonntag knapp die Nase vorn. Nach dem vorläufigen Ergebnis kommen die Sozialdemokraten auf 36,96 Prozent der Wählerstimmen, ganz dicht gefolgt von der CDU mit 36,06 Prozent. Damit verbessert sich die Union um rund 5 Prozent, die SPD verliert in gleichem Maße. Drittstärkste Kraft bleibt die WGL mit 13,30 Prozent, die aber 7 Prozent verliert.

Die FDP verbessert ihr Ergebnis auf 4,69 Prozent. Die AfD schafft mit 4,37 Prozent den Einzug in den Rat, genauso wie die Linke mit 2,52 Prozent. Ohne Sitz im Bürgersaal des Langwedeler Rathauses bleiben die Freien Wähler mit 1,02 Prozent und die Basis mit 0,88 Prozent. Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu den vorherigen Wahlen noch einmal gestiegen und liegt bei 62,11 Prozent.

Nach diesem Ergebnis verliert die SPD (10) einen Sitz im Rat, die CDU (9) gewinnt im Vergleich zu 2016 einen hinzu. Die WGL (4) verliert ebenfalls einen Sitz. FDP, Linke und AfD bekommen im neuen Rat je einen Sitz.

Gewählt sind für die SPD Lars-Henrik Haase (direkt, 798 Stimmen), Volker Penczek (direkt, 496), Marco Behrmann (direkt, 471), Alfons Adam (direkt, 442), Petra Henke (direkt, 405), Dieter Haase (direkt, 370), Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser (direkt, 364), Bernd Michallik (Listenplatz 4, 86), Wolfgang Ewert (Listenplatz 5, 195) und Udo Felke (Listenplatz 6, 144).

Für die CDU im Rat: Andreas Mattfeldt (direkt, 2 998), Lars Lorenzen (direkt, 376), Rolf Meyer (direkt, 330), Marco Bachmann (direkt, 265), Lena Traichel (direkt, 190), Christoph Lindhorst (direkt, 174), Ellmer Behling (direkt, 158), Bianca Boss (Listenplatz 4, 90), Frank Tödter (Listenplatz 5, 61).

Die WGL schickt in den neuen Rat: Andreas Noltemeyer (direkt, 773), Gero Landzettel (direkt, 306), Carsten Kelbling (direkt, 269), Heike Schmitz (Listez 3, 223).

Für die FDP ist Thomas Maruhn (direkt, 177) in den Rat gewählt, für die AfD Jochen Rohrberg (direkt, 488) und für Die Linke Maik Smidt (Listenplatz 1, 196).

„8014 Stimmen für den Kreistag und 2998 für den Gemeinderat Langwedel haben mich gestern sehr berührt“, bedankte sich gestern der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt via soziale Medien bei seinen Wählern. Dahinter wirken die Ergebnisse für die anderen CDU-Kandidaten auf den ersten Blick längst nicht so überwältigend, auf den zweiten Blick aber fällt auf: Die CDU-Fraktion im Gemeinderat bekommt ein neues Gesicht. Rolf Meyer (330 Stimmen) aus Etelsen legte aus dem Stand ein bemerkenswertes Ergebnis hin und Lena Traichel, angehende Abiturientin aus Schülingen und ehemalige Schülersprecherin der Oberschule Langwedel, sammelte im ganzen Flecken Stimmen ein und schaffte den direkten Einzug in den Rat.

„Es fühlt sich toll an. Klasse. Das hab ich nicht erwartet, wirklich“, erklärte Rolf Meyer am Tag nach der Wahl ausgesprochen glücklich. „Wir haben aber auch jetzt ein tolles Team in der CDU mit Hella und Marco Bachmann. Darum bin ich dann auch dazugestoßen.“ Was zu seinem Wahlergebnis beigetragen haben könnte: „Ich bin in Etelsen nicht ganz unbekannt.“

So brillant war die Stimmung bei der Wahlparty der WGL im Waldschlößchen nicht. „Wir waren zu Anfang schon ein bisschen enttäuscht“, gibt der Fraktionsvorsitzende Gero Landzettel zu. Was Wunder, bei einem Minus von über 7 Prozent. „Aber 2016 war schon außergewöhnlich“, so Landzettel. Bei allen anderen Wahlen lag die Wählergruppe in der Regel unter 10 Prozent, kam nie auf mehr als zwei bis drei Sitze im Rat, jetzt sind es vier. „Da stehen wir eigentlich ganz gut da, angesichts des Aufwands, den wir betreiben konnten und den andere betrieben haben. Eigentlich bin ich jetzt doch ganz zufrieden.“

Nicht unbedingt euphorisch, aber auch nicht völlig niedergeschlagen, hat man das Ergebnis bei der SPD aufgenommen. „Ziemlich respektabel“, findet Spitzenkandidat Lars-Hendrik Haase das Abschneiden seiner Partei. Immerhin ist man stärkste Fraktion geblieben, wenn auch mit einem Sitz weniger. „Und wir haben viele Kandidaten mit vielen Stimmen.“ Das zeige doch, dass man ein attraktives Team am Start hatte.

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