Großer Andrang in der Stiftung Waldheim

Basar, Musik, Aktionen und Information

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Beste Unterhaltung bot die Waldheim-Theatergruppe den zahlreichen Besuchern.

Cluvenhagen - Alle Parkplätze im weiten Umfeld schon vor der Eröffnung belegt – das übliche Bild zum Tag der offenen Tür der Stiftung Waldheim.

Trotz des regnerischen Herbstwetters kamen noch mehr Besucher als sonst, denn schon nach knapp zwei Stunden waren sämtliche Tombolalose verkauft und bald auch alle 1402 Tombolapreise ausgegeben. Der Besucheransturm war so gewaltig, dass sich vor dem Verkaufsstand für die Essenmarken lange Schlangen bildeten, denn fast alle Besucher wollten die Kohl- und Pinkelsaison im Waldheim eröffnen. Ganz zu schweigen von den vielen anderen Leckereien wie Torten und Waffeln.

Auch wer keine Tombolalose gekauft hatte, brauchte nicht mit leeren Händen nach Hause zu gehen, denn das Basarangebot war riesig. In der Helene-Grulke-Schule gab es einen Flohmarkt und in der Senioren-Tagesstätte zeigten die Waldheim-„Oldies“, was sie so alles aus Wolle herstellen, zum Beispiel Sets und Taschen, aber es gab dort auch Seife. Zudem wurde ein Spinnrad laufend bewegt. Auch Kalender und Weihnachtsgestecke waren im Angebot. In einer Kunstausstellung waren die farbenfrohen Bilder der Heimbewohner zu bewundern. Weihnachtskarten und Holzwichtelmänner gehörten zu den beliebten Kaufgegenständen, ebenso wie selbstgefertigte Schlüsselanhänger.

Musik mit Heiko Hünecke an der Gitarre und der Sängerin Monika lockerte den Nachmittag auf.

Viele Mitmach-Aktionen rundeten den Nachmittag ab. So konnten sich die Besucher einen Polar-Expresse selber bauen – einen süßen Zug. Der Werkraum der Helene-Grulke-Schule war als Maleratelier hergerichtet. Adventsgestecke und Fensterbilder konnten selbst hergestellt werden. Dazu gesellte sich eine Taschendruckerei. Die Kinderspaßaktionen kamen gut an.

Die Besucher genossen die Session im Musikraum, denn Musiktherapeut Heiko Hünecke und Sängern Monika wussten zu begeistern. Im Theaterkeller gab es drei Aufführungen der Theatergruppe. Theatertherapeutin Ruth Pudlich hatte seit Januar das Stück „Arielle“ eingeübt. ,,Stellt Euch vor, ihr seid ganz unten im Meer“ begrüßte sie die Besucher. Dort unten saß König Tristan mit seiner Tochter Arielle, aber auch die Hexe war dabei. Später wurde das Rollenspiel „Frau Holle“ aufgeführt und zum Schluss gab es die Playback-Show „Ahoi New York“ zum Mitsingen. „Einmal in der Woche proben wir“, erklärte Ruth Pudlich.

Auch ein reichhaltiges Basarangebot war zu finden.

Auch ein Besuch der Tagesstätte am Kuckucksweg lohnte sich, denn in den dortigen Werkstatträumen gab es Holzarbeiten wie Steckenpferde, Vogelhäuschen, Brotkörbe und Spielzeug zu bestaunen und zu kaufen, außerdem Gestecke und Schmuck. Von den Bewohnern hergestellte Taschen und Körbchen fanden ebenfalls begeisterte Abnehmer.

Dazu gab es reichlich Informationen über die Stiftung Waldheim und die Helene-Grulke-Schule, auch über die Integrationsklassen in den Grundschulen wie in Völkersen.

Die „Unterstützende Kommunikation“ wurde demonstriert, dieses bei Gebärden mit dem Glücksrad und einem Memory-Spiel oder bei der elektronischen Lokomotive per Talker mit Augensteuerung. Hier sind vor allem externe Schülerinnen und Schüler, die einen individuellen Unterricht erhalten. In elf Klassen werden die Schüler in der Helene-Grulke-Schule unterrichtet. „Viele der ehemaligen Schüler finden auch Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt“, so stolz ein Lehrer, denn in den letzten drei Jahren wird auf den Abschluss hingearbeitet. Berufsbegleitend kann dann die Hauptschule nachgeholt werden.

In der Fahrradscheune gab es viele klärende Gespräche von Inge Behrmann und Oskar Schauten, denn es kamen viele Eltern, die für ihr Kind einen Platz in der Stiftung Waldheim suchten. „Sogar Eltern aus Nordrhein-Westfalen waren da“, so Schauten und Behrmann. Über einen Ausbildungsplatz unterrichtete die Ausbildungsbeauftragte Helen Deibel, aber auch über die Ausbildungsmöglichkeiten und das freiwillige soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst. Die Gespräche konnten mit Glühwein und Punsch in der Fahrradscheune vertieft werden. So gingen die fünf Stunden der offenen Tür für die Besucher viel zu schnell zu Ende, denn alles zu erkunden, erforderte schon viel Zeit.

hu

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