Erhebliche Folgen für Kunden und Angestellte

Brückensperrung: VdS alarmiert

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Über die Jahre hinweg wurde immer wieder der Zustand der Brücke über das Weserwehr untersucht. Jetzt ist man so weit, dass Ende 2018 komplett gesperrt wird und ein Neubau her muss.

Daverden - „Na, das nenn ich mal eine Jahreshauptversammlung“, fand nicht nur Traute Meyer vom Fotospektrum. Besagte Veranstaltung der Vereinigung der Selbstständigen (VdS) Langwedel im Daverdener Waldschlößchen am Donnerstagabend war so gut besucht, dass noch zusätzlich Tische und Stühle besorgt werden mussten.

So wie die Versammlung dann anschließend ihren Lauf nahm, hätte alles eitel Freude und Sonnenschein sein können – wenn es da am Ende nicht ein bestimmtes Thema gegeben hätte: die Sperrung der Brücke über das Weserwehr zwischen Daverden und Intschede.

Lars Lorenzen, Selbstständiger und auch in der CDU aktiv, machte der Versammlung das Problem, das in der vergangenen Woche in dieser Zeitung schon mehrfach thematisiert wurde, deutlich.

Ende des Jahres wird die Verbindung über die Weser zwischen dem Flecken Langwedel und der Samtgemeinde gekappt. Gesperrt wird die Brücke aufgrund ihres schlechten baulichen Zustandes. Bis eine neue Brücke gebaut ist, geht eine Menge Zeit ins Land. „Mindestens zwei Jahre. Oder mehr“, so Lorenzen. Was passiert in dieser Zeit mit den Kunden, die zum Einkaufen nach Langwedel fahren? Oder in die andere Richtung?

20 Prozent Umsatzeinbußen

In Langwedel rechne man mit 20 Prozent Umsatzeinbußen, so Lorenzen. „Es kann nicht sein, dass wir darunter leiden müssen aufgrund von Nichtplanung“, so Lorenzen in Richtung übergeordneter verantwortlicher Stellen wie Landkreis Verden und Wasser- und Schifffahrtsamt. Landwirt Dr. Rudolf Lüdemann schilderte, wie schon in einem Leserbrief, die großen Probleme, die bei einer ersatzlosen Sperrung der Brücke auf seinen Betrieb zukommen würden.

In der Diskussion wurde ganz schnell deutlich, dass die VdS Langwedel auf einen Ersatzübergang über die Weser drängen will, sei es nun eine Fähre oder eine Pontonbrücke. Auslöser dafür sind nicht nur die Kundenströme in Richtung Langwedel. Den VdS-Mitgliedern geht es auch um die Menschen, die die Brücke für ihren Weg zur Arbeit brauchen. Nur ein Aspekt dabei: Für Leute, die keine Vollzeitstelle haben, würden die Umwege über Verden oder Achim den Verdienst erheblich einschränken. Da gebe es schon konkrete Überlegungen von Mitarbeiterinnen zu kündigen, hieß es aus der Versammlung.

Ausschuss tagt am 14. März

Die VdS Langwedel gründete am Donnerstagabend einen Arbeitskreis, der die Belange der Langwedeler möglichst nachdrücklich vertreten soll. Denn die Zeit drängt. Schon am kommenden Mittwoch, 14. März, tagt der Planungs-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Bauausschuss des Landkreises ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Kreishaus. Ein großes Thema dabei ist der Brückenneubau. Vor und nach der Sitzung können sich Bürger in der sogenannten Einwohnerfragestunde zu Wort melden. Und das wollen die Langwedeler dieses Mal tun. 

jw

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