Im Häuslingshaus steht die Welt Kopf

Der Blick in die Zukunft

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Gut besucht war der Vortragsabend. Aber Hans-Hermann Prüser wollte ja auch die Zukunft vorhersagen.

Langwedel - Eine ganz besondere Abend war am Samstag im Häuslingshaus zu erleben. Für den veranstaltenden Langwedeler Kulturverein begrüßte Dr. Wolfgang Ernst etwa 50 spannungsgeladene Gäste und stellte den Referenten des Abends, Dr. Ing. Hans-Hermann Prüser, vor.

Der Langwedeler ist Professor an der Jade-Hochschule Oldenburg und plante unter dem Motto „Die Welt steht Kopf“ mittels Mathematik und Technik nichts Geringeres, als die die Zukunft vorherzusagen.

Prüsers Vortrag begann mit Isaac Newton (1643 - 1726). Dieser berühmte Philosoph und bedeutende Wissenschaftler stellte eine für seine Zeit revolutionäre Berechnungen auf. „Newton lag im Sommer 1665 unter einem Baum, als ein Apfel herunterfiel“, so Hans-Hermann Prüser und ließ selbst einen Apfel fallen. Für Newton war der Apfelfall Anregung, physikalisch zu erklären, weshalb der Apfel überhaupt senkrecht zu Boden fällt.

„Das Ergebnis führte zu einem Erdbeben“, so Prüser.

Newton schuf die Lehre der Schwerkraft (Gravitationslehre) und bewies, dass sich Körper gegenseitig anziehen und mit ihrer Schwerkraft aufeinander einwirken. Was Hans-Hermann Prüser mittels eines Ziegelsteines und eines Legosteines demonstrierte.

Newton beschrieb die universelle Gravitation, formulierte aber auch die Bewegungsgesetze und legte damit den Grundstein für die klassische Mechanik. Newton formulierte die drei Grundsätze der Bewegung, die Prüser an der Fahrt eines Autos von Langwedel nach Hannover demonstrierte. Da flogen die Zahlen und Gleichungen auf die Stellwand und so mancher Besucher hatte Mühe, zu folgen. Beschleunigung und Geschwindigkeitsänderungen wurden einberechnet, gezielt: auf einen Ort in der Zukunft. Die Ankunft des Wagens in Hannover nämlich. Und die ließ sich berechnen, mithin also die Zukunft vorhersagen.

Hans-Hermann Prüser führte im Häuslingshaus auch vor, was man mit Pendeln anstellen kann. Er maß mit einem Zollstock die Zimmerhöhe des Häuslingshauses: 2,90 Meter. In dieser Höhe hielt er nun das Pendel. „Wofür haben wir eigentlich Computer?“, fragte Prüser - und übertrug das Pendel auf den Computer.

Je länger ein Pendel ist, desto langsamer bewegt es sich. In der Realität verlangsamt sich der Pendelschlag durch den Luftwiderstand, aber nicht im Computer. Weil es hier keinen Luftwiderstand gibt. Lässt man eine Kugel gegen eine Reihe anderer schlagen, so kommt diese Kugel zum Stillstand. Dafür kommt die Kugel auf der gegenüberliegende Seite in Bewegung. Physikalisch sei der Zusammenprall der Kugeln ein elastischer Stoß, bei dem der Impuls und die Bewegungsenergie erhalten bleiben.

Hans-Hermann Prüser berichtete, dass er als Bauingenieur schon mehrere Brücken gebaut habe. Auch hier kommt die Pendeltheorie zum Einsatz, denn wenn eine Brücke zu stark schwingt, kollabiert sie.

Prüser hatte noch ein besonderes Exemplar einer Pendelmaschine mitgebracht, entstanden an der Jade-Hochschule.

Diese Pendelmaschine schwang so schnell, dass das Pendel oben stehen blieb - und die Besucher staunten.

Nach diesem Experiment beendete Hans-Hermann Prüser seinen einstündigen Vortrag, um dann noch für Einzelfragen zur Verfügung zu stehen.  

hu

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