Kronsberg Revival Party – entstanden aus Nostalgie und „eigentlich müsste man mal...“

Der „Berg“ bebt zum 10. Mal

„Wollen die Leute das überhaupt?“, haben sich die Organisatoren vor der ersten Party 2009 gefragt, mit der man die legendäre Diskothek „Kronsberg“ für eine Nacht wieder auferstehen ließ. Bislang wollten sie unbedingt – am 14. April ist die nächste Party. - Foto: Archiv

Langwedel - Direkt eine Schnapsidee war das nicht. Schon eher eine Bieridee. Es begab sich im Sommer 2006, dass die Herren Jörg Hambrock und Fredy Palm im Biergarten des „Antiochia“ saßen und so schön ins Sinnieren kamen. „Eigentlich müsste man ja mal eine Kronsberg Party machen.“ So in Gedenken an die legendäre Diskothek in Langwedel-Förth.

Dann passierte: Erst einmal nichts. Von wegen „man müsste mal...“ Nun waren Hambrock und Palm aber nicht die einzigen, die selige Erinnerungen an das „Kronsberg“ hatten. Klaus-Dieter Helmert, einigen auch als „Hrubesch“ bekannt und lange DJ im „Kronsberg“ hatte auch schon mit Gastwirt Axel Klenke auf der Idee herumgedacht. Im September 2008 sprach „Hrubesch“ dann Jörg Hambrock auf die Geschichte an. „Das war vor einem Werder-Spiel“, erinnert sich Hambrock, der selbst noch kurz im „Kronsberg“ aufgelegt hatte. Und siehe, Palm, Helmert, Klenke und Hambrock stiegen in die konkreten Planungen ein. Am 28. März 2009 gab es die „Kronsberg Revival Party“, mit der man die legendäre Langwedeler Diskothek ein bisschen feiern wollte...

Am 27. August 1965 hatten Hilde und Fritz Rathjen eine Schank- und Speisewirtschaft mit dem Namen „Zum Kronsberg“ in Langwedel-Förth eröffnet. 1969 begannen Hilde und Fritz Rathjen damit, die ersten Discoveranstaltungen zu organisieren. Das Lokal blieb aber eine ganz normale Gaststätte, die auch für Familien- und Betriebsfeiern genutzt wurde. Familie Rathjen bot seinen Gästen eine gutbürgerliche Küche.

1973 dann wurde total umgebaut, alles als „Discothek Kronsberg“ wieder eröffnet. In kürzester Zeit wurde der „Berg“, wie er kurz und knapp genannt wurde, beliebter Treffpunkt vieler Gäste aus dem gesamten Landkreis Verden und sogar aus der Region Bremen. 1982 investierten die Rathjens erneut, bauten an, gestalteten die gesamte Diskothek neu, inklusive computergesteuerter Licht- und Tonanlage. In den folgenden Jahren wurde immer wieder mal kleiner umgebaut, im April 1994 „25 Jahre Discobetrieb auf dem Kronsberg“ mit Freunden und Gästen groß gefeiert – aber am 31. Dezember 1999 schloss der „Kronsberg“ für immer seine Türen.

Zur ersten „Revival Party“ kamen dann auch Hilde und Fritz Rathjen. Leni Göbbert, Nachbarin und langjährige Kronsberg-Mitarbeiterin guckte ebenfalls vorbei. „Leni war auch in den letzten Jahren immer wieder dabei“, erzählt Jörg Hambrock, der bei der ersten Party zusammen mit Klaus-Dieter Helmert auflegte. 2010 bis 2015 waren Hambrock mit Jens Redecker die DJs, seit 2016 geht Hambrock mit Heiko Knüppel auf der Bühne.

Die erste Kronsberg-Party war ein derartiger Hammererfolg, dass Jahr auf Jahr wieder eine Party folgte. Scheinbar muss einmal im Jahr in Langwedel der „Berg“ beben – und jetzt am 14. April lässt man in Klenkes Gasthaus ab 20 Uhr tatsächlich den „Berg“ schon zum zehnten Mal für eine Nacht wieder auferstehen. Tickets gibt es im Vorverkauf in Klenkes Gasthaus für acht Euro.

Angemerkt sei noch: Bei aller Nostalgie und Engagement – Jörg Hambrock hat (zum Teil langjährige) Partner mit im Boot, ohne die sich so ein Event nicht organisieren ließe: Christian Korte vom Seat Autohaus Korte & Meyer, Frank Legenhausen von ERGO Garms & Legenhausen Assekuranz, Lars Lorenzen mit Lorenzen druckt(t), Karin und Hartmut Kahrs von Taxi Kahrs, Dirk Kühl und The Music Station und natürlich Wirt Axel Klenke. J jw

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