Mehr in Eigenleistung als gedacht

Daverdener sind bei der Küsterhaussanierung voll im Finanzierungs- und Zeitplan

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Auch der Garagenanbau des Küsterhauses hat nun einen neuen Dachstuhl bekommen – und das wurde in Daverden mit einem kleinen Richtfest gefeiert.

Daverden - „Ach. Eigentlich ist das ja nur eine kleine Sache“, meint Theda Henken. Aber für die Vorsitzende und die Helfer des Vereins für Kultur und Geschichte eine gute Gelegenheit, einmal kurz innezuhalten. Und ein bisschen zu feiern.

Mit der Sanierung der alten Daverdener Schule, des alten Küsterhauses geht es nämlich prächtig voran. Jetzt hat auch der alte Garagenanbau einen neuen Dachstuhl.

Den hat das Küsterhaus ja bekanntlich schon vor einem halben Jahr bekommen. Mittlerweile ist eingedeckt. Es sind zwar noch nicht alle neuen Fenster drin, aber fast. Und die alten Fenster, die im Erdgeschoss noch zu sehen sind, die bleiben drin. „Die sind noch gut. Die halten mindestens noch zehn Jahre“, ist sich Henken sicher.

Auch finanziell passt alles. „Weil wir viel in Eigenleistung machen. Mehr als erst gedacht. Es gibt welche, die sind jeden Tag da, dann welche, die kommen sofort auf Abruf, und wieder andere die brauchen ein bisschen Vorlauf. Und wir bekommen auch viel gespendet, zum Beispiel die Fliesen“, erzählt Henken. Kassenwart Manfred Knake schätzt die Eigenleistungen auf 3 500 Arbeitsstunden. „Mindestens.“

Eigenes kleines Richtfest

Die Leitung der handwerklichen Arbeitskreise hat Helmut Kucher, Karl-Heinz Vonau ist auch immer da. Theda Henken weiß gar nicht, wen sie da in der Eile noch alles aufzählen soll. Am Abend gab es ein Dankeschöngrillen für die vielen Helfer. Der Garagenanbau hat mit seinem neuen Dachstuhl nachmittags ein eigenes kleines Richtfest bekommen.

Wer viel arbeitet und dazu auch noch eine Menge schafft, der darf auch ruhig mal ein bisschen feiern. Sowie jetzt die Helfermannschaft im Garten des alten Küsterhauses.

Als Zimmer Henry Waurich bei seinem Richtspruch zu der Zeile „auf festen Mauern...“ kommt, da stockt er kurz und guckt. Nun, im Garagenanbau sind die Mauern auch alt und bevor man das alte Dach abgenommen hat, wurden die Giebel lieber abgestützt. Man weiß ja nicht, und sicher ist sicher.

Ganz sicher die richtige Entscheidung war es, im alten Küsterhaus den Dachstuhl und die Decke komplett neu zu machen, meint Gerold Höpken, Daverdener Holzchef und überhaupt Mann für alles. „Das hätte sonst ein Fass ohne Boden werden können.“ Nach dem Richtspruch unternimmt er mit dem Zimmerer eine kleine Runde durchs Haus.

Natürlich sieht das innen noch mächtig nach Baustelle aus. Die Heizung ist zwar längst drin, aber die Fußböden müssen noch gemacht werden. Die Sanitäranlagen können erst rein, wenn die Fliesen verlegt sind, logisch.

Innen sieht es zwar noch nach Baustelle aus – aber es geht im Küsterhaus deutlich voran.

Der Garagenanbau braucht keine ganz so aufwendige Sanierung, um als Lagerraum gute und nötige Dienste leisten zu können. Der Verein für Kultur und Geschichte muss schließlich eine Kutsche, die er gespendet bekommen hat, ordentlich stellen.

„Die Imker brauchen ja auch immer Stauraum“, so Theda Henken. Mit den Bienenfreunden sind die Daverdener eine überaus gedeihliche Zusammenarbeit eingegangen. Da ist der Imkerschulungsstand im Garten des Küsterhauses. Über die Kreisvolkshochschule werden immer wieder Kurse für Jungimker und solche, die es werden wollen, veranstaltet. Diese Kurse sind ausgesprochen beliebt und tüchtig nachgefragt, hat Theda Henken beobachtet.

Bleibt noch die Frage, wann das Küsterhaus fertig wird. Wie gesagt, man ist im Zeitplan. Also sollte man am Ende des Sommers tatsächlich fertig sein und dann auch groß Einweihung feiern können. 

jw

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