Gasförderer beginnt mit Schadensaufnahme

Beben: DEA will Schäden regulieren

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Für das jüngste Erdbeben im Landkreis Verden wird die Erdgasförderung verantwortlich gemacht. 

Langwedel - Für die DEA ist das, was sich am vergangenen Freitag um 19.45 Uhr ereignete ein „seismisches Ereignis der Stärke 3,2“. Kein Erbeben, aber immerhin ein „Erdstoß“. Gestern nachmittag teilte das Unternehmen, das für die Erdgasförderung im Feld Völkersen verantwortlich ist, nun mit: „Eine Analyse der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat ergeben, dass ein Zusammenhang zwischen den Erdstößen und der Erdgasproduktion aus dem Feld Völkersen wahrscheinlich ist. Die DEA steht zur ihrer Verantwortung und übernimmt die Schadensregulierung für durch den Erdstoß entstandene Schäden.“

„Die maximal gemessene oberirdische Schwinggeschwindigkeit der nächstgelegenen Messstation lag bei dem Ereignis vom vergangenen Freitag bei 4,9 Millimeter pro Sekunde“, heißt es auf der Internetseite der DEA. Bei dieser Schwinggeschwindigkeit kann es nach der Norm auch bei neuen Häusern zu Schäden kommen. Gemessen wurde diese Schwinggeschwindigkeit von der Messstation im Rathaus Langwedel, so der Hinweis von Bürgermeister Andreas Brandt.

Schon seit Freitagabend stehe er mit dem DEA-Förderbetrieb in Schülingen in Kontakt, habe er sich mit DEA-Betriebsleiter Mike Schreiter abgestimmt. Nicht nur Eigentümer, auch Vermieter sollten möglichst schnell ihre Objekte auf neue Schäden kontrollieren, so noch ein Hinweis von Andreas Brandt. Damit es nicht Monate oder gar Jahre nach dem jüngsten Vorfall unliebsame Überraschungen und in der Folge unnötige Probleme bei der Schadensregulierung gibt.

Um die Entschädigungsverfahren systematisch abwicklen zu können, sei man derzeit dabei, die in 5 000 Meter Tiefe verursachten Schwingungsgeschwindigkeiten zu kartieren, um so das Zentrum der Erschütterung auszumachen, heißt es in der Mitteilung der DEA von gestern.

Außerdem dürfte man sich von dieser Karte Aufschluss versprechen, wo welche Schwingungsgeschwindigkeiten aufgetreten sind.

„DEA-Mitarbeiter, beraten durch einen öffentlich bestellten Sachverständigen, sind bereits dabei, potenzielle Schäden in den Gebieten höherer Schwingungsgeschwindigkeiten zu besichtigen, um diese unbürokratisch zu regulieren“, so die DEA. Bei Zweifeln an dem sachlichen Zusammenhang zwischen Erdstoß und gemeldetem Schaden erfolge eine weitere Prüfung durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter.

Betroffene, die im Zusammenhang mit dem Erdstoß am 22. April einen Schaden geltend machen möchten, können sich bei der DEA Deutsche Erdoel AG melden:

Mail: info@dea-group.com;

Telefon/Telefax: 04232 / 933 216; Anschrift: DEA Deutsche Erdoel AG Förderbetrieb Niedersachsen, Schülinger Straße 21, 27299 Langwedel - Holtebüttel. 

jw

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