Fünf Millionen Euro Investition für rund 3 400 Meter

Arbeiten an Lärmschutzwand

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Beim Bau der Schutzwände ist schweres Gerät auf den Schienen unterwegs. Anders ist die Arbeit nicht zu bewerkstelligen, deswegen kommt es auch zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr.

Etelsen - In Etelsen wird rund um den Bahnhof Ruhe einkehren, sobald die Lärmschutzwände fertig sind. Derzeit sind die Spezialisten und Bauarbeiter voll in Aktion. Die Baggerfahrzeuge, die mit Eisenbahnrädern umgerüstet sind, fahren auf den Gleisen hin und her und bringen das Baumaterial an die Stellen, an denen es gebraucht wird.

Inzwischen sind schon viele Stahlständer in Reih und Glied zu sehen, die entlang der Schienen im Boden verankert sind. An ihnen wurden und werden die Lärmschutzwände befestigt, die den Berkels und das ganze Dorf vor dem Krach des Bahnverkehrs bewahren soll. Das wird insbesondere den Bewohnern der Häuser direkt am Bahndamm gefallen. Vielleicht wird sogar der eine oder die andere nun in tieferen Schlaf fallen können.

Derzeit ist der Bahnverkehr allerdings durch die Arbeit auch behindert. Es kann nur auf einem Gleis gefahren werden. In Etelsen gibt es eine Ausweichstrecke, die zuvor nur von Güterwaggons genutzt wurde, um den Personenverkehr in beide Richtungen zu ermöglichen. Nun sieht man auch Personenzüge an dieser Stelle parken, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Dann springt das Signal wieder auf Grün und es geht weiter in Richtung Bremen. Auch Busse sind im Ersatzverkehr unterwegs, um den Engpass aufzuweiten.

Fünf Millionen Euro für drei Schallschutzwände

Insgesamt baut die Deutsche Bahn im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ in den Wohngebieten Cluvenhagen, Etelsen Süd und Etelsen Nord drei Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von ca. 3.380 Metern.

Für die drei Schallschutzwände werden nach Angaben der Bahn rund fünf Millionen Euro investiert. Im Bereich Cluvenhagen und Etelsen Süd will man am 22. Februar fertig sein.

In Cluvenhagen steht der erste Teil der Lärmschutzwand schon. Bis zum 22. Februar will man hier fertig sein.

Die Lärmschutzwand in Cluvenhagen verläuft parallel zum Gleis und beginnt ca. 100 Meter vor der Grenzstraße und endet kurz vor dem Lupinenweg. In Etelsen Süd beginnt die Lärmschutzwand am Rosenweg und verläuft weiter hinter dem Bahnsteig am Haltepunkt Etelsen entlang über die Straßenbrücke Hustedter Straße und endet an der Bürgermeister-Benecke-Straße. In „Etelsen Nord“ legt man anschließend am 23. Februar los und will am 11. März die Lärmschutzwand von der Straße „An der Eisenbahn“ bis hinter die Straßenbrücke Hustedter Straße gebaut haben. Entsprechend rechnet die Nordwestbahn auf der Regio-S-Bahn Linie RS1 auch bis zum 12. März mit Behinderungen und bietet einen Ersatzverkehr mit Bussen an.

130 Millionen für Lärmsanierung

„Nach Fertigstellung der drei Lärmschutzwände wird voraussichtlich 2019 die Passive Lärmsanierung (Einbau von Lärmschutzfenstern) umgesetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn, die auch noch wissen lässt: Aktuell stehen für das Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 130 Millionen Euro zur Verfügung. Bundesweit seien aktuell in 1.485 Ortsdurchfahrten Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, im Bau oder bereits abgeschlossen.

ost

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