Tipps zum Umgang mit Whatsapp & Co.

Anerkennung schützt Max und Lisa vor Netzgefahren

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Angelika Bernstein-Janßen begrüßte das Publikum und den Referenten Moritz Becker.

Langwedel - Einem umfassenden Update in Sachen Kommunikation und soziale Netzwerke unterzogen sich kürzlich im Rathaus Vertreter aller Langwedeler Schulen. Vom Verein zur Förderung der Medienkompetenz „Smiley“ war Moritz Becker aus Hannover nach Langwedel gekommen, um mit einem Vortrag die Frage „Kinder und Jugendliche bei Whatsapp, Instagram und Snapchat: Was geht uns das an?“ näher zu beleuchten.

Eingeladen waren Eltern und Lehrer. Das Besondere daran: Für die Organisation dieses Abends zeichnen alle Schulen im Flecken Langwedel gemeinsam veranwortlich, also die Grundschulen Etelsen, Langwedel und Völkersen sowie die Oberschule am Goldbach und die Helene-Grulke-Schule in Cluvenhagen.

Angelika Bernstein-Janßen, Schulleiterin in Völkersen, begrüßte im Bürgersaal des Rathauses etwa 100 Besucher. Becker hält nicht nur Vorträge vor Erwachsenen, er besucht mehr als 100 Schulklassen im Jahr.

„Wie war die Welt, als wir Kinder waren?“, fragte Moritz Becker das Publikum. Damals gab es so eine Medienvielfalt noch nicht. Heute werden die Heranwachsenden mit massenhaft Nachrichten konfrontiert - auf Facebook, Whatsapp oder, was bei Jugendlichen viel breiter genutzt werde: Instagram und Snapchat.

Facebook ist nicht mehr in

„Facebook ist bei den Jugendlichen nicht mehr in. Das ist etwas für die Generation über 40 Jahre“, so Becker. Während die Erwachsenen sich noch umständlich mit dem Smartphone oder Ähnlichem befassen, seien Jugendliche ihnen immer schon einen Schritt voraus.

Moritz Becker war nicht allein aus Hannover angereist. Er hatte zwei Kinder mitgebracht: Max und Lisa. Dem Duo, das allerdings aus Pappe bestand, hängte der Referent Schlagwörter wie „Anerkennung“, „Aufmerksamkeit“ oder „Identitätsfindung“ um.

Schwierig werde es vor allem bei pubertierenden Jugendlichen. Wenn er selbst morgens aufwache, und einen Pickel im Gesicht entdecke, so der Referent, gehe er davon aus, dass dieser am nächsten Tag wieder verschwunden sei, so Becker. Nicht so Jugendliche in der Pubertät. Wenn sie morgens im Gesicht Pickel entdecken, stellten sie sich die Frage, ob sie damit überhaupt zur Schule gehen könnten. Während Erwachsene ihr Profilbild, etwa bei Whatsapp vielleicht nur alle paar Wochen änderten, geschehe dies bei Jugendlichen quasi stündlich.

Selfie schnell mal im Netz

Ein Selfie werde schnell ins Netz gestellt und verbreitet. Es komme dann auf die ersten Reaktionen an. Kommt zuerst „gefällt mir“, sei auch von weiteren Kontakten kaum eine negative Äußerung zu erwarten, selbst wenn der „Freund“ anderer Meinung sei.

Im Grunde genommen habe sich durch die neuen Medien nicht viel geändert, so Moritz Becker. Lediglich die Instrumente und Rahmenbedingungen seien andere. Kinder wollten schon immer spontane Antworten von ihren Eltern. Eltern könnten ihre Kinder insbesondere dadurch unterstützen, dass sie ihnen viel Aufmerksamkeit, Vertrauen und Anerkennung entgegenbringen.

Mit einer Fülle von Beispielen und launigen Anekdoten gestaltete er seinen Vortrag kurzweilig und erhielt am Ende viel Beifall.  

hu

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