Planungen für Mack-Gelände und angrenzenden Supermarkt vorgestellt

Altenpflegeschule hat Achim im Blick

Das „Mack“ ist ab – die Druckerei ist nach Bremen gezogen, die Planungen für ein Altenheim laufen. Foto: Wenck

Langwedel - Von Jens Wenck. Langwedel – Dass die ibs-Fachschule für Altenpflege nach über 15 Jahren Langwedel wieder verlassen wird, zeichnet sich schon seit geraumer Zeit ab.

Anlass sind die Planungen für den Bau eines Seniorenzentrums auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei Mack, in deren Verwaltungsgebäude auch die Schule untergebracht ist, und des aktuellen Netto-Marktes in Langwedel. „Weiß jemand, was aus der Altenpflegeschule wird?“, lautete am Dienstagabend im großen Saal des Langwedeler Rathauses.

„Die gehen nach Achim“, kam die Antwort aus den Reihen der vielen Besucher. Eine Nachfrage gestern bei ibs-Geschäftsführerin Gudrun Schemel ergab dann so etwas wie eine Bestätigung. Die Planungen und die Tendenz gingen nach Achim, so Schemel, die aber noch keinen endgültigen Vollzug vermeldete.

Abgeschlossen ist auch noch nicht das Verfahren, das gerade abgespult wird, um der Specht-Gruppe aus Bremen den Bau eines Altenpflegheimes und von Wohnblöcken an der Großen Straße zu ermöglichen.

Die Langwedeler Gemeindeverwaltung hatte im Zuge des Verfahrens zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes zur Bürgerbeteiligung eingeladen. Hier wurden die aktuellen Planungen der Öffentlichkeit noch einmal vorgestellt – in weiten Teilen so, wie schon im Dezember im Ortsrat Langwedel geschehen. Eine neue rechtliche Festsetzung des Gebietes braucht man, weil auf dem beiden betroffenen Grundstücken aktuell nur Gewerbeobjekte stehen dürfen. Wohnbebauung ist nicht erlaubt. Damit das möglich wird, muss ein sogenanntes Mischgebiet im Bebauungsplan stehen.

Langwedel habe jetzt schon in der Bevölkerung einen hohen Anteil von älteren Menschen und die Zahl werde bis 2035 noch weiter steigen, begründete Lutz Richter vom Planungsbüro PGN das Interesse der Specht Gruppe am Bau von Heim und Wohnungen im Ort. Durch das Projekt würde eine Industriebrache vermieden, es trete eine Verbesserung im Wohnangebot und eine Stadtreparatur ein.

Das im Dezember im Ortsrat Langwedel vorgestellte Konzept zur Bebauung der Flächen bedeute noch keine endgültige Festsetzung, erklärte Richter. „Es sind verschiedene Konstellationen möglich.“

Frank Markus (Geschäftsführer bei der Specht Gruppe) bemühte sich, Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Das Äußere der neuen Bauten wolle man dem bestehenden Ortsbild anpassen. „Gehen Sie davon aus, dass es kein dunkler Klinker wird.“ Rund 90 Pflegeplätze soll das Pflegeheim haben, das die Specht Gruppe selbst betreiben wolle. Dort wo jetzt noch der Netto steht, werde man den Block mit 14 oder 15 Wohnungen in der Größe von 45 bis 65 Quadratmetern bauen. „Muss man sich da einkaufen oder wird das ein Mietobjekt?“, kam es aus dem Publikum. „Es wird ein Mietobjekt.“

Alteingesessene Langwedeler treibt vor allem die Frage um, ob nicht das ehemalige Verwaltungsgebäude erhalten bleiben kann. Immerhin hat das Haus ortsbildprägenden Charakter und gehört als ehemaliges Hotel, einstige Tabakfabrik und Druckerei massiv zur Geschichte Langwedels.

Man habe ein Gutachten anfertigen lassen, so Frank Markus. Ergebnis: Die Sanierung des Altbaus würde die Kosten eines Neubaus bei Weitem übersteigen. Man prüfe die Möglichkeit, nur die Fassade stehen zu lassen und dahinter komplett neu zu bauen. Auch ein Neubau im Stil des bestehenden Gebäudes ist keinesfalls vom Tisch. Was kommt, werde dann mit dem städtebaulichen Vertrag geregelt, dem der Langwedeler Gemeinderat zustimmen muss. Ohne Einigung wird nicht gebaut.

Während man in das neue Seniorenheim unbedingt ein öffentliches Café integrieren wolle, so Architekt Norbert Behrens, sind die Tage des Netto-Marktes gezählt.

Wann es zu einer Schließung kommt, konnte Frank Markus nicht sagen. Es gebe einen Mietvertrag mit einer sechswöchigen Kündigungsfrist.

Läuft für die Specht Gruppe alles optimal, würde man gerne im Spätherbst dieses Jahres mit den Bauarbeiten beginnen.

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