Langwedeler Kulturtage

Akrobaten, Tänzer, Maler, Musiker hautnah erleben

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Das Straßenfestival am Wochenende 22. und 23. April wird eine runde Sache, sind sich Organisatoren und Beteiligte sicher: (von links) Frank Adam (Gemeinde), Bürgermeister Andreas Brandt, Sigrid Ernst (Kulturverein), Karin Sievers (Gemeinde), Malerin Anne Richard, Hendrik Söhn (Veranstaltungsagentur „Nachtaktiv“) sowie Tina Badenhop und Christoph Bendikowski (künstlerische Leitung).

Langwedel - Ein „Straßenfestival mit internationalem Flair“ wird erstmals am Wochenende nach Ostern in Langwedel geboten. Akrobaten, Jongleure, Tänzer, Maler, Stelzenläufer und Musiker können die Besucher am 22. und 23. April hautnah erleben.

Die Langwedeler Kulturtage gehen nicht, wie üblich, im Rathaus, sondern entlang der Großen Straße über die Bühne. Bürgermeister Andreas Brandt, Sigrid Ernst vom Kulturverein Langwedel sowie einige der beteiligten Künstlerinnen und Künstler informierten gestern bei einem Pressegespräch im Rathaus über diese „Premiere“. Die Gemeinde als Veranstalter der Kulturtage kann dabei auf viel Unterstützung bauen.

„Der Kulturverein und Darsteller haben sich diesmal intensiv eingebracht. Sonst hätten wir so ein großes Programm nicht auf die Beine stellen können“, bekannte Bürgermeister Brandt.

Am Schauplatz des Festivals, das unter anderem von der Gemeinde und den beiden örtlichen Banken finanziert wird, habe sich schon immer das Leben in Langwedel abgespielt. So lag es für Brandt und Mitstreiter auf der Hand, in diesem Jahr an der Großen Straße Shows, Aktionen, Malerei und Musik unter der Regie von Christoph Bendikowski und Tina Badenhop zu präsentieren.

Eröffnung mit Stelzenläufern

Eröffnet werden die Kulturtage am Sonnabend, 22. April, um 15 Uhr am Rathaus. Die Stelzenläufer Merle Freund und Martin Bogus aus Bremen führen die Besucher anschließend „in 80 Minuten durch Langwedel“ und von einer Attraktion zur anderen. 

Aufgelistet werden der Straßenmaler Laszlo Monse aus Ungarn an der Sparkasse mit seiner Mitmachaktion „Abstrakte Malerei als lebendiges Bild für alle“, der Schmied Karl-Heinz Meier mit seinen drei verschiedenen Essen vor dem Fliesenhandel Wilkens, die Circusschule „Jokes“ und eine Bremer Sambagruppe, die Schaulustige auf das Stück „La belle au bois dormant“ aufmerksam macht.

Bendikowski und Badenhop erzählen ihre „märchenhafte Geschichte voller Poesie, wenn Straßenmusik einem Tanz im Reifen begegnet“. Eine zauberhafte Kostprobe davon gaben die beiden Lokalmatadoren bereits gestern beim Pressetermin.

Turbulente Liebesgeschichte der 20er-Jahre

Zum Ausklang des ersten Tages zeigen Daniela Franzen und Badenhop sowie Marcello Monaco (Italien) eine turbulente Liebesgeschichte im Flair der 20er Jahre: „Volare“. Mit Gesang, Tanz und artistischen Finessen entführen sie die Zuschauer in eine „Welt atemberaubender Momente und poetischer Bilder“.

Der zweite Tag des Straßenfestivals am Sonntag, 23. April, beginnt um 12 Uhr auf der großen Bühne am Edeka-Markt mit dem Kindermusiktheater „Wer war Luther?“ Die Freilichtbühne Daverden und die Jugend der St.-Sigismund-Gemeinde unternehmen dabei einen unterhaltsamen „Ritt“ durch das Leben und Werk des Reformators.

Wer möchte, kann sich vom Porträtmaler Fabien Diffe zeichnen lasssen. Er spielt zudem Musik seiner Heimat Kamerun. Die Stepptanzgruppe des Ballettstudios Jessel aus Achim zeigt ihr Können auf der Bühne, und Malerin Anne Richard (Cluvenhagen) lädt Besucher ein, sich mit ihr künstlerisch zu betätigen. Merle Freund weiß mit dem „Trio Mio“ Geschichten zu erzählen und bietet Akrobatik, Jonglage und Diabolo. Die Gruppe Cladatje (Ottersberg) steuert feine Klezmermusik bei. Und zum Abschluss gibt es Variete, „auf das man sehr gespannt sein darf“.

Ernst: „Unser Anspruch war, ein breites Spektrum aus Kunst und Kultur auf die Straße zu bringen.“

mm

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