ADAC-Radparcours fordert Etelser Viertklässler

Neu und „äußerst anspruchsvoll“

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Klaus-Dieter Grötschel (vorn) führt Buch, Danny Böschen guckt nach den Ergebnissen - und die nächsten Starter warten schon auf ihre Runde .

Etelsen - Das große ADAC-Fahrradturnier an der Grundschule in Etelsen? Gibt es gefühlt schon seit Jahrzehnten. Es ist ja auch eine gute Sache.

Die Leute vom Radfahrverein (RV) Etelsen trainieren vier Tage lang mit den Kindern aus den vierten Klassen und den Lehrerinnen und Lehrern, man guckt zusammen die Fahrräder durch. Wer kein verkehrsicheres Rad hat, bekommt einen Reparaturauftrag mit nach Hause. Für ordnungsgemäße Räder gibt es vor dem Turnier einen Aufkleber. Alles immer gleich.

Neuer, anspruchsvoller Parcours

Aber in diesem Jahr? Den Schulhof in Etelsen kenn ich doch... Aber die Kinder stehen an einem ganz anderen Ende als sonst und der Rundkurs sieht auch ganz anders aus, oder? „Gut beobachtet“, brummt Danny Böschen vom RV Etelsen. „Das ist der neue Parcours vom ADAC. Äußerst anspruchsvoll.“

Lehrer Klaus-Dieter Grötschel, seit Jahren Organisator des Turniers, erklärt in einer kurzen Pause was alles neu ist: Das Schrägbrett wurde durch ein gerades (schmales) Brett ersetzt, das befahren werden soll. „Das war sonst bei Nässe immer problematisch.“ Statt einer Acht wird jetzt eine große Schlange gefahren, es gibt jetzt einen Zickzack-Kurs um Pylonen (Hütchen) herum, bremsen ist auch noch dabei. Für den unbedarften Beobachter besonders hinterhältig: Jetzt sind zwei Kreisel zu befahren. Einmal rechts rum, einmal links rum. Jedes Mal ist eine Kette zu greifen, die während der Fahrt nicht auf der Erde schleifen darf und sauber wieder abgelegt werden muss... Das sieht schon richtig schwer aus. Und das alles geht natürlich auf Zeit.

Will der ADAC weniger 0-Fehler-Fahrten?

„Das ist schon Hammer“, meint Danny Böschen. Wer mit einem kleinen Rad auf den Kurs geht, der ist klar im Vorteil, mit großen Rädern kommt man nicht so gut um die Ecken. In Etelsen haben wieder die Eltern beim Turnier geholfen, nicht nur Mütter, auch Väter. Für die waren die neuen Regeln auch gar nicht so einfach.

Aber was sagen die Kinder den nun selbst? „Ich fand es gar nicht so schwer“, meint eine junge Dame, die gerade mit drei Freundinnen zusammen steht. „Aber manche Sachen schon...“, sagt die Zweite. „Ich war auch total aufgeregt, man denkt ja immer auch an die Zeit.“

Gab es denn überhaupt jemanden, der schon 0 Fehlerpunkte geschafft hat? „Doch, zwei hatten wir schon“, weiß Klaus-Dieter Grötschel. Zu diesem Zeitpunkt sind zwei der drei Klassen mit insgesamt 63 Kinder durch.

Hm, früher gab es definitiv mehr 0-Fehler-Fahrten bei dem Turnier. Vielleicht hat es der ADAC darum schwerer gemacht.

jw

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