ADAC-Fahrradturnier an der Grundschule Etelsen / Tolle 23 null Fehler Fahrten

Die Sache mit dem Kreisel

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Den Parcours und die Stoppuhr fest im Blick: Beim Etelser Fahrradturnier entschied die Zeit über die vorderen Plätze.

Etelsen - Und immer wieder geht der Blick zum Himmel. Ja, ja, man soll ja nicht immer über das Wetter reden. Aber es wäre doch fies, wenn die letzten Kinder beim großen ADAC-Fahrradturnier „Mit Sicherheit ans Ziel“ bei Regen auf den Parcours mit acht Stationen müssten. Die ersten Starter kamen schließlich auch trocken über die Runden.

Aber wegen der Aussicht auf ein bisschen Nässe das Großereignis absagen? Kommt gar nicht in die Schultüte. Schließlich hat man sich nicht nur im Unterricht theoretisch auf den Straßenverkehr vorbereitet. Im Vorfeld des Turniers hatte sich auch wieder der Radfahrverein Etelsen mächtig engagiert, um den Viertklässlern möglichst viel sicheres Radfahren im Straßenverkehr beizubringen und eine tolle Runde beim Turnier zu ermöglichen.

Was soll man sagen, wenn im Training alles super klappt – dann im Turnier doch alles seine eigenen Gesetze hat? Wie automatisch aufgeregte Kinder. Da versuchen dann die Helfer wie Danny Böschen oder Günther Steffens, die Mädchen und Jungen aufzubauen, zu unterstützen und zu beruhigen. Schließlich lauern gleich am Anfang des Parcours so schwierige Stationen wie die Acht und der Kreisel.

Bei Letzterem muss während der Fahrt ein Kette von einer Stange aufgenommen werden, ein Kreis will gefahren sein – ohne dass die Kette auf der Erde schleift – und hinterher soll das Teil auch noch wieder sauber auf der Stange abgelegt werden. Dabei soll ein Magnet helfen. Ein bisschen. Extrem schwierig.

Bevor es allerdings überhaupt an den Start ging, wurden die Räder auf ihre Verkehrssicherheit überprüft, schon einen Tag vorher. Damit noch Gelegenheit war, zu reparieren. Musste nur eine Bremse nachgezogen werden, legten die Leute vom Radfahrverein auch selbst mal schnell Hand an.

Die Mängelquote ist übrigens jedes Jahr ähnlich hoch. Geschätzt 20 bis 30 Prozent. Hauptfehlerquellen: Beleuchtung und Bremsen. In diesem Jahr gab es noch ein besonderes Erlebnis: Ein original Hollandrad direkt in den Niederlanden gekauft. Diese holländischen Räder haben eine Spezialität: keine Vorderradbremse. Was in den Niederlanden geht, verbietet die deutsche Straßenverkehrsordnung. Und das wieder macht einen Start mit besagtem Rad beim Fahrradturnier unmöglich.

Turnierchef und Lehrer Klaus-Dieter Grötschel konnte am Ende bei 54 Teilnehmern aus drei Klassen 23 Kinder mit null Fehlerpunkten vermelden. Dolle Sache.

Also entschied die schnellste Zeit über die vorderen Plätze, und das waren bei den Mädchen: 1. Lisa Eger, 2. Laura Havighorst, 3. Emily Hase und bei den Jungen: 1. Jari Katz, 2. Carl Carstensen, 3. Leonhardt Just.

Und geregnet hat es am Ende dann doch. Eigentlich fies.

jw

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