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Acht Langwedeler Projekte stellen sich einer Internetabstimmung

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Von: Jens-Peter Wenck

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Acht Projekte stellen die Oberschülerinnen und Oberschüler vor. Wer einen Favoriten entdeckt, sollte unbedingt dafür abstimmen.
Acht Projekte stellen die Oberschülerinnen und Oberschüler vor. Wer einen Favoriten entdeckt, sollte unbedingt dafür abstimmen. © -

Langwedel – So, jetzt ist ganz Deutschland gefordert. Oder mindestens der Flecken Langwedel. Bis einschließlich Freitag gilt es, im Internet über die Unternehmensideen von Langwedeler Oberschülerinnen und Oberschülern abzustimmen. Die starteten im vergangenen November wie berichtet im Profil Wirtschaft der 10. Klassen ein Projekt mit dem schönen Namen „Sustainable Entrepreneurship Education“.

Dahinter verbergen sich folgende Fragen: „Wie funktioniert ein Unternehmen? Wie gründet man ein Unternehmen und wie führt man es dann? Wie gelingt uns unser Vorhaben unter besonderer Berücksichtigung des Gesichtspunktes Nachhaltigkeit?“

„Das war alles schon sehr aufwendig“, gibt Fachlehrer Derik Eicke zu. Aber für das Projekt hatte er sich äußerst fachkundige Unterstützung von der Privaten Hochschule Göttingen an die Oberschule am Goldbach geholt.

Zuerst fanden sich die jungen Damen und Herren zu Gruppen zusammen. Die wiederum hatten als angehende Unternehmer auf Zeit erst einmal eine Umfeldanalyse auf dem Arbeitsplan. Welche Produkte wollen wir produzieren? Was gibt es so noch nicht? Wofür ist Bedarf? Was braucht die Welt? Und wie lässt sich das alles umsetzen? Am besten mit Gewinn.

Hilfestellung in Theorie und Praxis gab dabei zu allererst Diplom-Wirtschaftsingenieurin Melissa Heim, Johann Dralle kam als Nachhaltigkeitsexperte nach Langwedel. Katharina Petersen und Clemens Dinges halfen den jungen Langwedelern. Alle vier kamen vom „Zentrum für Entrepreneurship“ an der Privaten Hochschule Göttingen, die nach eigenen Angaben „auf die Bildung und Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns ausgerichtet“ ist.

Die Projektideen in Langwedel stehen nun auf insgesamt vier Säulen: Ökonomie, Ökologie, Soziales – und Nachhaltigkeit. Dabei kommt dann auch noch die Agenda 2030 ins Spiel. „Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele (Sustainable Development Goals, SGD) für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt“, ist zu dem Thema auf der Internetseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu lesen.

„Alle waren voll dabei. Sie haben sich richtig reingekniet“, ist Derik Eicke des Lobes voll für seine Leute und verweist darauf, dass nicht nur er das so sehe, sondern auch das Team aus Göttingen völlig begeistert gewesen sei. In Sachen Agenda sind die Damen und Herren aus dem Profil Wirtschaft jetzt dermaßen fit und im Thema, dass die Erdkundelehrer der Oberschule getrost auf deren Wissen zurückgreifen könnten.

Vier Termine der Zusammenarbeit mit der Privaten Hochschule Göttingen waren ganz fest eingeplant. Dann kam sogar noch ein Fünfter dazu. Clemens Dinges erläuterte in Langwedel, wie man ein „Crowdvoting“, einen Abstimmungs-Wettbewerb im Internet, aufzieht, wie man dabei sich und sein Projekt am besten präsentiert.

So kommt es, dass sich Deutschland (oder mindestens Langwedel) ein Bild von den acht Ideen des Wirtschaftsprojektes machen kann. Als da wären: Ein besonderer Wäschetrockner, umweltfreundliches Kaugummi, ein Foodtruck für Bedürftige, ein Ölfilter aus Haaren (kein Witz), ökologische Kartoffelseife, Réna – das nachhaltige Waschmittel, eine Dropshipping Firma, um nachhaltige Projekte einzukaufen und nachhaltig wieder zu verkaufen sowie „Vernetzung leicht gemacht“, bei dem die jüngere Generation der älteren hilft und Verbindungen schafft.

Melissa Heim (re.) und Johann Dralle (li.) gehörten zu dem Team von der Privaten Hochschule Göttingen, das die Langwedeler bei ihrem Projekt unterstützte.
Melissa Heim (re.) und Johann Dralle (li.) gehörten zu dem Team von der Privaten Hochschule Göttingen, das die Langwedeler bei ihrem Projekt unterstützte. © Wenck

Was soll das Projekt bewirken? Wer profitiert? Warum sollte jemand für das Projekt abstimmen? Wer steckt dahinter? Diese Fragen werden auf der Crowdvoting-Seite beantwortet, dazu gibt es jeweils ein selbst produziertes Video anzuklicken – und dann darf man abstimmen. Natürlich werden die Stimmen gezählt, wer die meisten bekommt, gewinnt.

In die Gesamtwertung fließt dann aber noch eine Abstimmung ein, die es nach einer Abendveranstaltung im Februar an der Oberschule geben wird. Wer sich informieren und dann abstimmen möchte: ab ins Internet auf die Seite https://ideenbeweger-vote.org/. Da lässt man sich dann vom allgemeinen Eingangsbild nicht beeindrucken, sonder scrollt ein bisschen nach unten und da ist er dann schon, der Crowdvoting-Wettbewerb der Oberschule Langwedel.  

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