Abschlussveranstaltung des Langwedeler Adventskalenders / Positive Bilanz / Dank an die Gastgeber

„Nicht ein einziges Mal alleine gewesen“

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Jule Bresagk (links) und Mathilda-Josephin Sibbel beendeten die Veranstaltung mit dem Lied „Die Liebe bist du“.

Langwedel - Ihr Konzept ist aufgegangen. Damit, dass so viele Menschen täglich eine halbe Stunde lang vom vorweihnachtlichen Stress ausspannen und innehalten wollten, hatten Heike Stumpe, Alexandra Blume-Sibbel und Tamara Bresagk nicht gerechnet. Am Mittwochabend wurde das 23. Türchen des Langwedeler Adventskalenders geöffnet, bevor die Kirchen am 24. Dezember mit dem großen Finale an der Reihe waren.

Gabriele und Ralf Storjohann hatten den Platz rund um den großen Weihnachtsbaum vor ihrem Geschäft einladend vorbereitet: Glühwein, Stollen, Lebkuchen und Kekse warteten darauf, verzehrt zu werden. Feuertonnen spendeten wohlige Wärme und zauberten Gemütlichkeit. Nach und nach trudelten die Gäste ein, rund 30 insgesamt.

Drinnen herrschte reges Treiben: Flöten wurden gestimmt, Notenständer aufgestellt, Notenhefte aufgeschlagen. Draußen drückte Ralf Storjohann seinen gutgelaunten Gästen Liedertexte in die Hand. „Wir singen“, verkündete er.

Aber erst später. „Zur Einstimmung spielen wir schwungvolle Weihnachtslieder, und dabei darf geklönt werden“, gab Roswitha Baehrens das Startsignal und legte mit Liane Steincke, Brigitte Krahn und Heidi Schmidt los. Das ließen sich die Besucher nicht zweimal sagen – sie genossen Gebäck und Glühwein und plauderten angeregt miteinander.

Seit 29 Jahren spielt das Flötenquartett gemeinsam. Vierstimmig. Gerade mal eine Viertelstunde hatten sich die Musikerinnen vorbereitet – quasi aus dem Stand spielten sie ein Medley bekannter Weihnachtsmelodien. Das wurde mit kräftigem Applaus belohnt.

Dann hieß es, mit einem Schluck Glühwein die Kekskrümel aus der Kehle zu spülen und zu singen. Erst „Alle Jahre wieder“. Das klappte gut. Dann „Was soll das bedeuten“. Das klappte gar nicht. „Das Lied kenne ich nicht“, sagten einige Gäste. Macht nichts, Baehrens wusste Abhilfe. Sie sang mit, gab den Takt, dirigierte die Menge, während ihre „Kolleginnen“ drinnen musizierten. Na also, geht doch. Klang auch prima.

Neuauflage für

2016 geplant

„O du fröhliche“ sangen die Langwedeler zum Schluss. Einige schneller, andere langsamer. Das gefiel den Musikerinnen drinnen nicht so wirklich. Also stellten sie sich vor die Tür, und gemeinsam sangen und spielten alle das Lied zu Ende. „Das klappt ja“, sagte Roswitha Baehrens lachend und die Flötenspielerinnen applaudierten dem „Chor“, während der wiederum den Musikerinnen Beifall spendete.

Doch ganz war noch nicht Schluss. Genau: Jule Bresagk und Mathilda-Josephin Sibbel beendeten die Veranstaltung wie alle vorherigen Zusammenkünfte mit dem Lied „Die Liebe bist du“. Für sie gab es ebenfalls herzlichen Applaus. „Eine tolle Aktion. Es wäre schön, wenn es sie im kommenden Jahr wieder gäbe“, sprach Storjohann aus, was viele hofften.

Das Resümee der drei Organisatorinnen des Langwedeler Adventskalenders fiel durchweg positiv aus, auch wenn es viel Arbeit war und Heike Stumpe, Alexandra Blume-Sibbel und Tamara Bresagk einiges abverlangte, waren sie doch an jedem Tag mit dabei. „Die halbe Stunde Besinnlichkeit am Abend war entspannend. So hatte der Tag einen Abschluss“, meint Blume-Sibbel. Jede Aktion wurde gut angenommen, rund 30 Gäste kamen im Durchschnitt, insgesamt rund 800. Auf Facebook verfolgten rund 1000 Menschen, was sich bei wem ereignete.

„Zur Veranstaltung bei Familie Warnke in Daverden kamen sogar 100 Gäste – dort wurde die Geschichte von Sterntaler auf platt vorgelesen und auf selbstgebastelter Bühne gespielt“, sagte die Langwedelerin. Als bei ihr zu Hause das Friedenslicht verteilt wurde, kamen immerhin rund 60 Gäste.

Die drei Damen danken allen Gastgebern für ihr Engagement. „Es hat mich sehr berührt, wie viel Liebe die Menschen in ihren Abend gesteckt haben“, würdigte Blume-Sibbel. Bresagk fügte hinzu: „Entgegen unserer Befürchtungen sind wir nicht ein einziges Mal alleine bei einer Aktion gewesen. Die Begeisterung der Gäste wuchs im Laufe der Wochen.“

Und Stumpe findet: „Es wurde immer weihnachtlicher, und man bekam immer mehr Lust auf das Fest.“ Ein dickes Dankeschön an die Mädchen Jule Bresagk, Alena-Isabell Blume und Mathilda-Josephin Sibbel, die jeden Tag mit ihrem Lied beendeten. Sie hatten sogar Zuwachs bekommen: Mathildas Bruder Jon sang auch mit.

Geht es nach den Organisatorinnen, wird Storjohanns Wunsch nach einer Neuauflage im kommenden Jahr Wirklichkeit. Anmeldungen von Familien, die 2016 Gastgeber sein wollen, gibt es bereits, freuen sich die Organisatorinnen. Wer noch dabei sein möchte, meldet sich bei Alexandra Blume-Sibbel unter der Rufnummer 04232/9450782, bei Tamara Bresagk unter 04235/957301 und bei Heike Stumpe unter 04232/ 1755 oder per E-Mail an adventskalender-in-langwedel@web.de.

is

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