Abschiedsgottesdienst für Diakon Andreas de Vries in Daverden

„Überall Musik, Musik“

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Wer sagt denn eigentlich, dass man einen Stabwechsel wie hier von Andreas de Vries zu Miriam Voigt nicht auch humorvoll machen kann? Eben. So geschehen in Daverden und kommentiert von Pastor Lars Quittkat.

Daverden - „Überall Musik, Musik und Musik“ so beschrieb Pastor Lars Quittkat Andreas de Vries. Während des Gottesdienstes zur Verabschiedung des Daverdener Diakons traten daher die Musikgruppen auf, die Andreas de Vries geprägt hatte.

In seiner Predigt nahm Lars Quittkat Dankbarkeit zum Thema. Dankbarkeit für das Wirken von Andreas de Vries in der Kirchengemeinde Daverden, verbunden mit Hoffnung, dass auch die Zukunft gelingen möge. „Halte am Positiven fest“, riet er dem Diakon, der noch einige Monate seine Nachfolgerin Miriam Voigt bei der Einarbeitung begleiten wird. „Aus der Hauptverantwortung wirst Du aber heute entlassen.“

Er wolle sich in Zukunft mehr seiner Musikschule widmen, es sei ein Schritt, der Optimismus brauche, so de Vries und erklärte: „Gott wollte mich als Gärtner haben.“ Anhand eines kleinen Baumes als Bild für seine Arbeit in der Kirchengemeinde meinte Andreas de Vries: „Eine Pflanze kann man nicht zum Wachstum bringen, das macht Gott.“ Er dankte seiner Ehefrau für die Unterstützung, las aus einem Kodex der Konfirmation-Freizeiten vor, erstellt für ihn und seine Mitarbeiter. „Ich bin beschenkt von so tollen Mitarbeitern.“

In der Hoffnung, dass sein Baum Wurzeln schlägt, übergab er symbolisch einen Stab an seine Nachfolgerin Miriam Voigt. Dieser Stab enthielt Symbole wie ein Ohr für ein immer offenes Ohr und Laufschuhe für den Weg zu den vielen Gruppen in der Kirchengemeinde. „Darin ist Konfetti, denn wenn alles in Bewegung kommt, macht es Spaß“, so Pastor Lars Quittkat.

Für den Kirchenvorstand verabschiedete Kirsten Kinzer Andreas de Vries aus dem aktiven Dienst. „Bis zum Sommer bist Du ja noch Mentor für Miriam Voigt, Du hast hervorragendes geleistet“, so Kinzer, die das vielseitige musikalische Talent von Andreas de Vries lobte.

Für den Förderverein „Rückenwind“ dankte dessen Vorsitzende Sabine Thiele dem Diakon. Er habe für die nächste Generation bestens gesorgt. „Auf diesem Fundament kann Miriam Voigt aufbauen.“

Die Band Switcher, eigens für den Jugendgottesdienst Sonday gegründet, erfüllte die St. Sigismund-Kirche mit lauter Musik, der Jugendchor Al!ve begeisterte ebenso und erhielt lang anhaltenden Beifall. Nach diesen vielen musikalischen Beiträgen ging es nach 90 Minuten hinüber in das Gemeindehaus, wo die Jugendgruppen ihrem Diakon Andreas de Vries besonders dankten.

In einem Rollenspiel versetzten sie sich in das Jahr 2038, dann gab es eine Zeitreise zurück in das Jahr 2008, als Andreas de Vries in Daverden seine Zelte aufschlug. Die Band Switcher wurde gegründet, ein „Schalter, der das Licht anmachte“. Die jungen Leute erinnerten an die Jugendgottesdienste und die Entstehung des Namens „Sonday“, erinnerten an das Jahr 2010, als bei der Konfirmandenfreizeit in Krelingen ein besonderes Fußballspiel stattfand. Dann ging es wieder „zurück in die Zukunft“. In dem Rollenspiel war ein Pullover der Mittelpunkt, der 30 Jahre überdauert.

Schließlich überraschten die Jugendlichen Andreas de Vries mit einem nagelneuen grünen Pullover – die Farbe der Hoffnung, und erinnerten an den 24. September eines jeden Jahres, den Geburtstag von Andreas de Vries.

In vielen Einzelgesprächen verabschiedete sich Andreas de Vries von den vielen Gästen im Gemeindesaal.

hu

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