Zusammenarbeit der Feuerwehren aus Hellwege und Völkersen / Tank aufgebaut

55 000 Liter Wasser

Zusammenarbeit: Bundeswehr und Feuerwehr installierten das neue Wasserreservoir – und verbesserten so den Brandschutz im Raum Haberloh.
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Zusammenarbeit: Bundeswehr und Feuerwehr installierten das neue Wasserreservoir – und verbesserten so den Brandschutz im Raum Haberloh.

Haberloh/Hellwege – Hellweges Ortsbrandmeister Eric Robin möchte die gute Zusammenarbeit mit der benachbarten Feuerwehr Völkersen weiter ausbauen. „Der Standortübungsplatz und die Standortschießanlage liegen im Grenzbereich zwischen Hellwege und Völkersen. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Bränden, bei denen wir die Ortsfeuerwehr Völkersen um Amtshilfe ersucht haben“, erklärt Eric Robin. Aktuell ist man in diesem Sommer noch verschont geblieben. „Aber wenn es in den kommenden Wochen trocken bleibt, können Brände uns wieder beschäftigen in dem Bereich.“

Die Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren klappt gut, auch wenn zwischen Hellwege und Völkersen die Kreisgrenze verläuft. Auch mit der Bundeswehr als Betreiber der beiden Anlagen arbeitet man bestens zusammen. Seit Jahren bereits grübelten die Verantwortlichen der Feuerwehr und der Bundeswehr, wie sich der Brandschutz im Grenzgebiet verbessern ließe.

Als Sören Lohmann, Landwirt und Mitglied der Ortsfeuerwehr Hellwege dem Ortsbrandmeister einen ausgedienten Kesselwaggonaufbau anbot, griff Eric Robin sofort zu. „Am Standortübungsplatz finden wir Gelände vor, auf dem in den vergangenen Jahren immer wieder Vegetationsbrände ausbrachen. Die Wasserversorgung ist im Bereich südlich von Hellwege nach Haberloh für die Feuerwehren nicht einfach. Natürliche Entnahmestellen stehen so gut wie gar nicht zur Verfügung. Auch die Bundeswehr hat in zahlreichen Probebohrungen feststellen müssen, dass es nur wenige Stellen gibt, an denen Bohrbrunnen ausreichend Löschwasser fördern würden“, berichtet Eric Robin. „Nur ein Bohrbrunnen konnte von der Bundeswehr in dem weitläufigen Gelände zuletzt installiert werden. Eine weitere Entnahmemöglichkeit bietet ein Hydrant auf dem Gelände. Für einen ausgedehnten Vegetationsbrand war das immer noch recht knapp. Wollte man den Behälter außerhalb des Standortübungsplatzes aufstellen, hätte man das nur mithilfe kommunaler Gelder machen können.“

Die Bundeswehr bot die Zusammenarbeit bei der Verbesserung der Löschwasserversorgung an und so trat Stabsfeldwebel Martin Andert, unter anderem verantwortlich für die Bundeswehrliegenschaft in dem Bereich, nach kurzem Überlegen mit in Aktion. Die Feuerwehr brachte den Behälter, den man zukünftig als Wassertank nutzen will, an seinen Standort, den man gemeinsam festgelegt hatte. Die Bundeswehr übernahm die Vorarbeiten. Schweiß-, Brenn- und Schneidarbeiten wurden selbst ausgeführt. Die benötigten Armaturen beschaffte ebenfalls das Bundeswehrdienstleistungszentrum. Bernd Schumann leitete und koordinierte die Abläufe für das Bundeswehrdienstleistungszentrum und packte kräftig mit an.

Schließlich spülte die Feuerwehr noch Sand aus dem sonst sauberen Behälter und befüllte das neue Löschwasserreservoir mit 55 000 Litern Wasser, das man aus dem Bohrbrunnen in rund einem Kilometer Entfernung entnahm. Robin: „Für die in der Region vorhandenen Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren sind 55 Kubikmeter Löschwasser immerhin wenigstens 22 Fahrzeugfüllungen. Mit dem Kesselwaggonaufbau sind kurze Wege zur Brandstelle und damit eine hohe Wasserverfügbarkeit in einem Gelände gewährleistet, das uns zuvor häufiger Kummer gemacht hat. Und die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und dem Dienstleistungszentrum der Bundeswehr hat hervorragend geklappt. Gemeinsam haben wir mit viel Engagement eine Lösung geschaffen, die für alle Beteiligten hilfreich ist.“  woe

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