Freilichtbühne Holtebüttel hat kräftig investiert

5000 Euro für die Plattsnackers und ihre Technik

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Sylvia Grimm, Dr. Beate Patolla (Kreissparkasse Verden), Marita Coels und Ursel Haase mit den Geräten, die die Zuschauer im Einsatz am besten gar nicht sehen und die Schauspieler nicht stören: Mikrofone.

Holtebüttel - In Holtebüttel haben die Plattsnackers in diesem Sommer über 3 000 Leute glücklich gemacht. So viele sahen nämlich die schwarze Komödie „Chaos in’t Bestattungshuus“. Zweimal hatte man auch Regen.

„Aber wir haben alle zehn Aufführungen durchgestanden“, so Marita Coels von den Plattsnackers. Wenn das Wetter nicht so dolle zur allgemeinen Zufriedenheit beitrug, so tat es eine Sache umso mehr: die neue Technik auf der Freilichtbühne in Holtebüttel.

Seit dieser Saison sind die Plattsnackers auf der Bühne mit Mikrofonen ausgestattet. Dafür hat man in Holtebüttel ordentlich in die Tasche gegriffen. Um so glücklicher ist man über die Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse. Die beteiligte sich mit einer Spende von 5 000 Euro an der Modernisierungsaktion.

Aus Schierschandudel und reiner Freude an der Technik hat man sich in Holtebüttel natürlich nicht in die Investition gestürzt. Es kamen aber in der jüngeren Vergangenheit tatsächlich immer mehr Leute auf die Plattsnackers zu und merkten an: „Mensch, hinten kann man euch manchmal wirklich schlecht verstehen...“

Headsets verbessern die Akustik

Nanü? Wieso denn das? Da war doch Jahre, Jahrzehnte alles bestens. Man kam ins Grübeln, dann keimte die Erkenntnis: Rund um die Freilichtbühne mussten mehrere Bäume, weil krank und langsam gefährlich, gefällt werden. Ihre Akustikkuppel aus Blättern fehlt.

Abhilfe können da sogenannte Headsets, also Mikrofone schaffen. Machen andere Bühnen ja auch und auch schon länger. Also bestellte man sich in Holtebüttel Experten ein. Probierte verschiedene Modelle und Technik aus. Bedingung war nämlich: Die Geräte dürfen die Schauspieler nicht stören oder behindern. Die Stimmen der Akteure sollten auch auf keinen Fall verzerrt werden, eben nur Verstärkung war gewünscht.

Bis man dann das Richtige gefunden hat, das dauert eben. In der Ruhe liegt die Kraft. Die Jugendlichen mussten bei ihrem Stück noch ganz ohne die neue Technik auskommen. Die richtigen Lautsprecher kamen auch erst im Laufe der Saison.

Jeder Schauspieler wird in Szene gesetzt

Macht nix. Schließlich haben die Holtebütteler Plattsnackers überaus engagierte Techniker im Team. Die müssen jetzt auch nicht mehr aus einem Fenster oben im Spielhaus auf die Bühne linsen, sie haben ihr eigenes Häuschen hinter den Zuschauerrängen bekommen. Von hier aus haben zwei bis drei Techniker das Geschehen gut im Blick.

Muss auch so sein, schließlich wird jeder einzelne Schauspieler einzeln angesteuert. „Aber Spaß macht die neue Technik auch, ganz ehrlich“, gibt Marita Coels zu. Bloß, die Jungs in der Technik arbeiten höchst konzentriert. Mal eben bei ihnen reinschneien und nebenbei eine Runde schnacken – geht nicht.

Nun sind die Holtebütteler mit ihrer Saison durch. Nach guter Tradition gab es dazu ein Grillfest. Trotz ausgemachtem Schietwetter „mit unheimlich vielen Mitgliedern. Das war ein tolles Fest“, so Coels. Das darf man dann getrost als eindeutiges Zeichen für eine gelungene Saison nehmen.

Jetzt kann man neue Ziele in Angriff nehmen. Aber ganz entspannt und in aller Ruhe, wie man das in Holtebüttel so macht. Mal gucken, was das Jahr noch so bringt.

jw

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