Neue technische Versorgung

400. 000 Euro für Turnhalle in Langwedel

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Hinter der Sporthalle befinden sich noch einige Fachräume der Oberschule. Und auch die brauchen, wie die Halle, neue technische Anschlüsse.

Langwedel - Im Galopp sauste der Schulausschuss jetzt durch die Posten des Haushaltes 2018, die in seine Zuständigkeit fallen. Eigentlich hätte Oberschulbau-Planer Christopher Hundertmark nach seinem Bericht zum Stand der Arbeiten an der Oberschule ja gehen können. Nach kurzem Austausch mit Hauptamtsleiter Rolf Korb blieb der dann aber doch – und war bei der Haushaltsstelle Schulsporthalle Langwedel dann tatsächlich wieder gefragt.

Besagte Halle braucht nach dem Abriss des Hauses A der Oberschule eine komplette neue, eigene technische Versorgung. 400 000 Euro sind dafür im Haushalt 2018 eingeplant. Was im Ortsrat Daverden für einige Irritationen und auch harsche Worte sorgte. Unter anderem wollte man wissen, warum man das Ganze den nicht beim Schulneubau gleich mit berücksichtigt hat. Im Schulausschuss herrschte an dieser Stelle erst einmal Schweigen, bis dann der Ausschussvorsitzende Gero Landzettel besagte Frage stellte. Übrigens betont sachlich vorgetragen.

Die Antwort von Planer Hundertmark: Dafür gab es nie einen Planungsauftrag. Der tatsächliche Schulneubau wurde aus einer Machbarkeitsstudie und einem Architektenwettbewerb heraus entwickelt. In allen Debatten im Gemeinderat, in den Fachausschüssen wurde die Versorgung der Sporthalle nie explizit angesprochen, pflichtete Bürgermeister Andreas Brandt bei. Was Planer Hundertmark aber auch alles gar nicht schlimm findet. „Per se ändert sich nichts.“

Die jetzt vorgestellten Planungen seien tatsächlich die günstigste Lösung. Möglicherweise wäre es sogar teurer geworden, wenn man die Versorgung der Halle gleich mit der Schule geplant hätte, weil dann zusätzliche Architektenhonorare fällig geworden wären. „Das hat, so wie es jetzt ist, keine Nachteile.“

„Aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen“

Vielleicht wäre dann ja doch sogar ein kleines Blockheizkraftwerk sinnvoll gewesen, wie es die WGL schon einmal angedacht hatte, so Gero Landzettel. „Aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, das lässt sich nun nicht mehr auflösen.“

Diese Ansage veranlasste Hauptamtsleiter Rolf Korb dann mal zu einer klaren Ansage: „Es ist schlicht falsch zu sagen, hier ist was in den Brunnen gefallen.“ Hinter der aufwendig sanierten Sporthalle befinden sich auch noch Fachräume der Oberschule. Das alles braucht nach dem Kappen der Verbindung zum A-Block eine neue Versorgung. „Dabei ist ein kleines Blockheizkraftwerk vorgesehen.“ Die separate Lösung sei die wirtschaftlichste Lösung, so die Kernaussage externer Planer. Im Übrigen hätte man diese Aussagen auch mit einem schlichten Anruf im Rathaus bekommen können, bevor man gewisse Dinge öffentlich in unangemessener Form äußert, so Rolf Korb sinngemäß.

Eventuell Zuschüsse von 160 .000 bis 170 .000 Euro

Volker Penczek nun erklärte, er sei als Zuhörer im Ortsrat Daverden gewesen. Mehr als einen Anstoß zur Diskussion und Aufklärung im Bauausschuss habe man dort nicht verfolgt. „Und das ist ja nun passiert.“

Auch wenn nun die Kosten für die technische Versorgung der frisch sanierten Langwedeler Sporthalle die Gesichtszüge und die Fassung sowohl in der Verwaltung wie in der Politik zumindest kurzzeitig entgleisen ließen, es gibt Hoffnung auf Fördermittel.

Das Förderprogramm, dass die Gemeindeverwaltung scharf im Auge hat, ist aber noch nicht Gesetz. Kommt das Programm über den Entwurf hinaus (womit man in Langwedel rechnet, man weiß nur nicht wann) dann wären eventuell Zuschüsse von 160 .000 bis 170 .000 Euro drin, so Bürgermeister Andreas Brandt. 

jw

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