Seniorenservicebüro des Kreises bietet Informationen und aktive Unterstützung

Für langes Wohnen in den eigenen vier Wänden

Kreiszeitung Syke

Landkreis - (kp) · So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen – das ist ein Wunsch, den viele Menschen hegen. Doch mit dem Alter nehmen auch die Erschwernisse zu. Dass das nicht gleich bedeutend ist mit dem Umzug in ein Heim, zeigte „Wohnideen für Senioren“ am Dienstagnachmittag im Kreishaus. Dazu eingeladen hatte das Seniorenservicebüro des Landkreises, das damit auch seinen ersten Geburtstag feierte.

Dagmar Schüler und Notburga Pomme ränke vom Servicebüro hatten sich beim Zusammenstellen des dreistündigen Programms die größte Mühe gegeben, die breite Palette der Hilfsangebote abzubilden. So reichte das Informationsangebot von den kleinen Helfern im Haushalt über den Treppenlift bis hin zu Referaten, etwa über die ehrenamtlichen Wohnberater oder auch den Schutz vor Kriminellen.

Eigentlich seien die Senioren weit weniger gefährdet, als man gemeinhin annehme, sagte Jürgen Moje, Präventionsbeauftragter der Polizeiinspektion in Verden. Lediglich bei sechs von 100 so genannten Rohheitsdelikten seien ältere Menschen die Opfer, verdeutlichte der Polizist.

Aber „Senioren werden nicht Opfer von Kriminalität, weil sie alt sind, sondern weil sie leicht erreichbar sind“, stellte Jürgen Moje klar. Er riet seinen Zuhörern, eine gesunde Skepsis an den Tag zu legen, wenn ein Unbekannter vor der Tür stehe und sich beispielsweise als Vertreter eines Versorgungsunternehmens ausgebe. Moje empfahl nachdrücklich: Den Ausweis zeigen lassen, Tür zu und gegebenenfalls den entsprechenden Betrieb anrufen.

Seit Beginn des vergangenen Jahres fungieren Dagmar Schüler und Notburga Pomme ränke als Nahtstelle zwischen denen, die Unterstützung benötigen, und denjenigen, die Hilfe anbieten (möchten). So startet beim Seniorenservicebüro, in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule und der Ländlichen Erwachsenenbildung, im Herbst bereits der fünfte Qualifizierungskurs für Seniorenbegleiter.

80 Frauen und Männer, die älteren Menschen im Alltag Gesellschaft leisten, sie eventuell zum Einkaufen oder zum Arzt begleiten, gibt es inzwischen im Landkreis Verden. „Eine enorme Quote“, freute sich Dagmar Schüler. Von diesen 80 sei die Hälfte zurzeit im Einsatz, berichtete Schüler weiter. Daher sei es ist wichtig, dass sich das Angebot weiter herumspreche.

Gleiches gilt für die ehrenamtlichen Wohnberater, die Knut Pickert vorstellte. Auch der Achimer Senioren- und Behindertensprecher durchlief eine entsprechende Qualifizierung. Sie versetzt die Wohnberater in die Lage, Senioren nicht nur Tipps zu geben, um das Zuhause mit einfachen Mitteln barrierefrei zu gestalten. Auch bei der Suche nach Finanzierungs- oder Fördermöglichkeiten sind sie behilflich.

Das Seniorenservicebüro ist im Kreishaus, Eingang West, zweiter Stock, Lindhooper Straße 67, in Verden zu finden, Telefon 04231/153000 oder 15371.

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