Landrat warnt vor möglichen Folgen

Erhebliche Bedenken gegen Allerübergang

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Mediengruppe Kreiszeitung

Landkreis - Der Landkreis Verden steht den Plänen für einen dritten Allerübergang in Verden – vorsichtig ausgedrückt – sehr skeptisch gegenüber. Baurecht, aber insbesondere bestehender Naturschutz im Bereich der Aller würden einem solchen Projekt kaum Chancen einräumen, heißt es. Die jüngste Diskussion um die sogenannte Baustraßenvariante im Bereich der Eisenbahnbrücke zwischen Verden und Wahnebergen nimmt Landrat Peter Bohlmann erneut zum Anlass, die Bedenken seiner Behörde gegen ein solches Vorhaben zu erläutern.

In der entsprechenden Mitteilungsvorlage, die auch den Fraktionen des Kreistages vorliegt, geht Bohlmann sowohl auf die Pläne für eine Baustraßenvariante als auch auf einen aufgeständerten hochwassersicheren Übergang ein.

„Beide Verläufe würden zwischen den Deichen im Überschwemmungs- und FFH-Gebiet der Aller, untere Leine, untere Oker und im Vogelschutzgebiet liegen“, so die Ausführungen des Landrats. Eine Trasse durch dieses Gebiet würde zu erheblichen Beeinträchtigungen führen, die durch die Richtlinien geschützten Lebensraumtypen erheblich beeinträchtigen würden. Nur zwingende Gründe, wie wirtschaftlicher Art, könnten im Ausnahmefall für einen Bau sprechen. „Das haben Gutachten aber eindeutig verneint“, betont Bohlmann.

Schriftlich führt der Landrat weiter aus, welche Dimensionen das Projekt hat. So wären zwei Brückenelemente erforderlich, circa 100 Meter über die Wätern und circa 375 Meter über die Aller. Nach Stand der Technik etwa 16 Metern breit (ohne Rad- und Fußweg), würde die Brücke in Eitze auf die Alte Eitzer Straße treffen. „Laut Unterlagen der Bahn steht aber nur eine Breite von sechs Metern zu Verfügung“, erläutert Bohlmann. Da nicht förderfähig, hätten die Kommunen zudem sämtliche Kosten der Maßnahmen zu tragen.

Neben Bedenken aus Sicht des Naturschutzes sieht Bohlmann noch weitere mögliche Konflikte. Dazu gehörten zusätzliche Verkehrbelastungen in Verden-Ost, Borstel und Eitze sowie ein in der Folge hohes Protestpotenzial in der Bevölkerung.

mw

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