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Landkreis Verden: Pro Tag kommen 14 Kriegsflüchtlinge

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Von: Heinrich Laue

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Außenansicht eines Gebäudes mit roten Fenstern.
Als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine könnte kurzfristig auch wieder die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen in Verden-Dauelsen dienen. © Laue

Landkreis – Pro Tag kommen zurzeit im Landkreis Verden im Schnitt 14 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine an. Genauer gesagt: Sie werden von der zuständigen Landesbehörde nach der Ankunft im zentralen großen Flüchtlingslager in Oerbke bei Bad Fallingbostel dem Landkreis Verden zugewiesen.

Mehr als die Hälfte der Ankömmlinge sind Kinder

Mehr als die Hälfte der Ankömmlinge seien Kinder, die von ihren Müttern begleitet würden, erläuterte Landrat Peter Bohlmann auf Nachfrage. Männer machten einen Anteil von nur rund zehn Prozent aus. Insgesamt gebe es jetzt 225 registrierte Ukraine-Flüchtlinge im Landkreis.

„Containerdorf“ am Kreishaus ist aufnahmebereit

A und O nach Ankunft der oft von Kriegsschrecken gezeichneten Menschen sei natürlich deren rasche Unterbringung. Das „Containerdorf“ beim Gebäude der Kreisverwaltung sei aufnahmebereit, und auch die BBS-Turnhallen stünden zur Verfügung.

Gleichmäßige Verteilung auf Gemeinden und Städte

Dankenswerterweise sei auch die Turnhalle der Oberschule am Lindhoop in Kirchlinteln als Unterkunft für bis zu 60 Personen vorbereitet worden, freut sich Peter Bohlmann. „Die Kreisverwaltung bemüht sich im Übrigen um möglichst gleichmäßige Verteilung der Flüchtlinge auf die Gemeinden und Städten“, so der Landrat weiter. So gebe es schon feste Zusagen der betreffenden Bürgermeister, dass die Ottersberger Tennishalle und die Turnhalle in Achim-Uphusen für eine eventuelle Aufnahme von Geflüchteten eingerichtet würden.

Ungenutzte Wohnräume bereitstellen

Besonders begrüßenswert wäre es laut Bohlmann, wenn weitere private Eigentümer derzeit ungenutzte Wohnräume zum Anmieten durch den Landkreis bereitstellen würden.

Weitere Flüchtlinge zu erwarten

Angesichts des unverändert andauernden Krieges scheint es fast sicher, dass sich die Anzahl der Flüchtlinge weiter erhöht. Doch auch manche vorerst bei Verwandten im Landkreis Untergekommene suchten vermutlich bald nach neuem Wohnraum.

In den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland müssen sich diese Geflüchteten nicht registrieren lassen, und ihre genaue Anzahl ist daher nicht bekannt.

Dennoch, so scheint es, sind nach bisheriger Sicht auch größere Herausforderungen bei der Flüchtlingsaufnahme im Landkreis Verden zu bewältigen.

Bohlmann zur Geflüchteten-Situation im Podcast

Zur Geflüchteten-Situation im Landkreis Verden äußert sich Landrat Peter Bohlmann auch in der neuen Folge unseres Podcasts „Kreis und Quer“. Darin ein Thema: Das aktuelle Flüchtlingsmanagement des Kreishauses und die Bedeutung von privatem Wohnraum zur Unterbringung der Menschen. Die Episode „Sind die Landkreise auf die ukrainischen Geflüchteten vorbereitet?“ gibt es ab sofort unter anderem auf Spotify, Apple Podcasts und hier bei YouTube.

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