Heute Abschied von Pastor Uwe Heil

Landeskirche streicht den Heimseelsorger

Oyten - Von Petra HolthusenMit guten Nachrichten ist Oyten in letzter Zeit nicht gesegnet, was kirchliche Personalien betrifft.

Nicht nur, dass die ev.-luth. St.-Petri-Gemeinde sich nach dem Weggang der Pastoren Dallmeyer und Bauermeister über Monate mit einer einzigen Pfarrstelle behelfen muss, bis voraussichtlich im Sommer wieder ein zweiter Pastor dazukommt – jetzt hat die evangelische Landeskirche auch die von ihr finanzierte Stelle des Altenheimseelsorgers in Oyten gestrichen. Kurzfristig und ersatzlos. Darüber informierte die Verdener Superintendentin Elke Schölper die Heimleitungen mit Schreiben vom 22. Februar.

Seit mehr als acht Jahren hat Pastor Uwe Heil als Seelsorger in den mehr als zehn Oytener Altenheimen gewirkt, zuletzt räumlich angebunden an das Haus im Königsmoor und direkt der Landeskirche unterstellt. Er betreute die Menschen in den Pflegeeinrichtungen, hielt Andachten in den einzelnen Häusern, leistete Sterbebegleitung und bot Fortbildungen für die Pflegekräfte an. Zum 1. März muss Heil den Kirchenkreis verlassen und übernimmt neue Aufgaben als Gemeindepastor im Kirchenkreis Wesermünde-Süd, wie der stellvertretende Superintendent des Kirchenkreises Verden, Pastor Dietrich Hoffmann, auf Nachfrage berichtete. Am heutigen Donnerstag wird Pastor Uwe Heil als Oytener Altenheimseelsorger offiziell verabschiedet – allerdings nicht in Oyten, sondern aus nicht genannten Gründen in Fischerhude. Der Gottesdienst in der Liebfrauenkirche, in dem Heil vom Vize-Superintendenten von seinen Pflichten entbunden wird, beginnt um 18 Uhr. Im Anschluss gibt es einen Empfang im Fischerhuder Gemeindehaus. Wer sich persönlich von Pastor Heil verabschieden möchte, ist herzlich eingeladen.

Da die Altenheimseelsorge in Oyten keine Planstelle im Kirchenkreis ist und dieser eine solche auch nicht schaffen wird, müssen „wir jetzt gucken, wie wir das anderweitig organisieren“, erklärte der stellvertretende Superintendent Hoffmann. „Wir sind in der Pflicht und werden uns da nicht rausziehen“, betonte er.

Die unterbesetzte Oytener St.-Petri-Gemeinde jedenfalls kann die Lücke, die Pastor Heil hinterlässt, nicht schließen – sie erhält zurzeit ja selbst personelle Unterstützung von den Pastoren der anderen Kirchengemeinden in der Region Nord. Nach Auffassung von Pastor Hoffmann muss das nachbarschaftliche pastorale Hilfsmodell nach Heils Weggang nun noch ausgeweitet werden: „Da müssen auch andere Regionen zu Hilfe kommen.“

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