Achimer Golfclub will seine Anlage am Steller Berg durch Bündel von baulichen Maßnahmen verbessern und aufwerten

Für längere Bahn 8 müsste Wald weichen

Achim - (mm) · Der Achimer Golfplatz soll den Aktiven künftig noch mehr „schönes Spiel“ ermöglichen, ohne die Naturflächen am Steller Berg wesentlich zu beschädigen. Der Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr des Stadtrates folgte jetzt im Grundsatz dem Antrag des Golfclubs, der auf der Anlage in Badenermoor ein Bündel baulicher Maßnahmen vornehmen möchte, und stimmte ohne Ausnahme dafür, einen neuen Bebauungsplan für das Gebiet aufzustellen.

Der Golfplatz im Trinkwasserschutzgebiet Wittkoppenberg mit zum Teil seltener Tier- und Pflanzenwelt sei von Stadt und Landkreis nur unter Auflagen genehmigt worden, erinnerte Walter Lukasch, Geschäftsführer des Achimer Golfclubs, in der Sitzung an den Anfang der 90er Jahre umstrittenen Bau. So dürften auf der Anlage bis heute keine überregionalen Turniere stattfinden, der Deutsche Golfverband, der Landesgolfverband und der Landessportbund wünschten jedoch derlei Vergleichswettkämpfe. „Mehr Verkehr ist dadurch nicht zu befürchten, da bei solch einem Turnier ja der normale Übungsbetrieb ruht“, trat Lukasch etwaigen Bedenken in dieser Richtung gleich entgegen.

Die Anzahl der Parkplätze am Clubhaus soll dennoch erhöht werden. Aufgrund gestiegener Mitgliederzahlen reichten die Stellflächen nicht mehr aus, erklärte der Geschäftsführer. Der vom Oytener Ingenieurbüro IDN erstellte Plan sieht vor, den bisherigen Behelfsparkplatz auf der grünen Wiese zu versiegeln und zusätzlich den Dauerparkplatz um 20 Einstellplätze zu erweitern. In südlicher Richtung soll auf etwa 3 000 Quadratmetern der neue Behelfsparkplatz mit wasserdurchlässiger Befestigung entstehen. Dadurch verloren gehendes Grünland werde an anderer Stelle durch die Anpflanzung von Obstgehölzen ersetzt.

Wegen nicht mehr ausreichender Kapazitäten will der Club außerdem die Driving-Range und überhaupt die Übungsfläche vergrößern, in deren Nähe eine 36 Kubikmeter umfassende Holzhütte als „Golfschule“ sowie zwischen den Parkplätzen einen bis zu fünf Meter hohen Caddyschuppen errichten. Auch der Neubau eines Pumpenhauses und eines Lagerplatzes für Schüttgut sind geplant.

Nicht zuletzt geht es dem Club darum, die einst ebenfalls unter Auflagen geschaffene 18-Loch-Anlage zu verändern. „Auf den üblichen Golfplätzen in Deutschland dauert ein Spiel etwa dreieinhalb Stunden, in Achim aufgrund weiter Wege aber viereinhalb bis fünf Stunden“, begründete Lukasch.

Die Absicht, die Bahn 8 um 60 auf 240 Meter zu verlängern, würde den größten Eingriff in die Landschaft bedeuten. Auf 15 Metern Breite, insgesamt auf 336 Quadratmetern, müsste Wald eingeschlagen werden. Dabei würde es sich aber um lichtes, „eher minderwertiges Gehölz“ handeln, wofür an geeigneter Stelle neue Bäume gepflanzt werden sollen.

Bürger, Behörden und Verbände werden sich noch zu dem Plan äußern dürfen.

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