In Achim bisher nur wenig auf Feldern

Kupferreicher Klärschlamm: Hilft nun EU?

Achim - (la) · Nur je rund zehn Prozent des anfallenden Klärschlamms aus dem Achimer Klärwerk wurden bisher auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Fast 90 Prozent müssen wegen der relativ hohen Kupferbelastung verbrannt werden, was zwischen 60 000 und 100 000 Euro mehr Ausgaben erfordert als die landwirtschaftlichen Verwertung. Nun aber ist eine Trendwende durch die Änderung des Klärschlammgesetzes absehbar.

Uwe Schmöcker, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung, wies darauf am Dienstag auf der Sitzung des Achimer Werksausschusses Abwasserbeseitigung hin.

nKünftig höhere

nGrenzwerte

Im neuen Gesetz, das noch vom EU-Parlament beschlossen werden muss, sind demnach Grenzwerte für Kupfer höher als bisher angesetzt. Zudem werden Ausnahmegenehmigungen für landwirtschaftliche Böden mit hohem Bedarf am nährstoffreichen Kupfer möglich. Ausschussvorsitzender Johann Ditzfeld (CDU) erinnerte daran, dass es ja auch stets Kupferdünger gab, der nicht billig sei.

Ansonsten ist der Achimer Klärschlamm mit Schwermetallen nur sehr minimal und weit unter zulässigen Grenzwerten belastet. Marion C. Rusch bescheinigte als städtische Gewässerschutzbeauftragte im Übrigen dem Klärwerk in ihrem jährlichen Gewässerschutzbericht hervorragende Reinigungsleistungen – zum Beispiel 98,6 Prozent bei organischen Stoffen, 97,7 Prozent beim Stickstoff und sogar 99,8 Prozent beim Ammonium. Sie stellte zur allgemeinen Auflockerung dem Ausschuss auf Dias auch wichtige, für das menschliche Auge unsichtbare „Mitarbeiter der Kläranlage Achim“ vor: Pantoffeltierchen, Glockentierchen und andere fleißige Mikroorganismen, die Schadstoffe aus angelieferten Klärmassen filtern und im Faulturm auch Methangas erzeugen.

Alle Werte der Kläranlage werden ständig kontrolliert und im „Klärwerk-Tagebuch“ festgehalten. Da das Achimer Werk wie fast alle anderen an der Weser über die moderne dritte Klärstufe verfügt, gelangen so gut wie keine belastenden Stoffe mehr in diesen Fluss – Kupfer eingeschlossen. Auch hierzu gibt es ebenso wie auf den Feldern mit ausgebrachtem Schlamm regelmäßige Messungen.

Die erhöhten Kupferwerte und deren Schwankungen in Achim seien immer noch nicht ganz geklärt und allein mit Ablagerungen aus alten Wasserleitungen nicht zu begründen, räumte Schmöcker ein. Die Untersuchungen laufen weiter.

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