Jahreshauptversammlung / Unmut über Erhöhung der Beratungsbeiträge

Kritik aus Emtinghausen am SoVD-Landesverband

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Viele Jubilare und Ehrenamtliche wurden im SoVD-Ortsverband Emtinghausen ausgezeichnet – von links stehend: Angelika Winkelmann, Helene Niedrich, Amanda Pascher, Hilde Meyer, Hinrich Windler, Wanda Ehlers, Brigitte Noll, Ute Söllner, Jutta Schröder und Friedel Koch. Sitzend – von links: Marianne Inder, Adeline Dannemann, Jürgen Söllner und Ursel Helmbold. ·

Thedinghausen - EMTINGHAUSEN/BAHLUM · „Ein schöner Frühlingstag, es juckt mir in den Fingern, Kartoffeln zu pflanzen.“ Mit dem Schalk im Nacken begrüßte Vorsitzende Erika Winkelmann die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes (SoVD) Emtinghausen/Bahlum im „Heerenkamper Krug“.

Zunächst berichtete der stellvertretende Kreisvorsitzende Friedel Koch über die Arbeit im Kreisverband, dem zurzeit über 3000 Mitglieder in 14 Ortsverbänden angehören. Dem Landesverband Niedersachsen sind mehr als 260 000 Mitglieder in 1300 Ortsverbänden angeschlossen. Im Kreisverband wurden zahlreiche Antrags- und Widerspruchsverfahren bearbeitet, mit einer sehr positiven Bilanz. Dieses zeige auf, wie wichtig die Arbeit des Sozialverbandes für seine Mitglieder ist.

An ein Jahr voller Ereignisse erinnerte Angelika Winkelmann. Auch dieses Jahr ist bereits ausgefüllt mit einigen Terminen wie etwa Spargel- und Wildessen, Besuch der Straußenfarm und Kaffeenachmittagen mit Referaten. Sehr ausführlich nahm Helene Niedrich das Thema Altersarmut unter die Lupe. „In der Werbung heißt es immer so schön ‚60 plus’ mit tollen Aussichten, Traumreisen und vieles mehr. Aber es gibt auch die Generation ‚60 plus’, die in Altersarmut lebt. Dies wird oftmals unter den Teppich gekehrt wird. Für Pflegeheime reichen häufig Rente und Nebenverdienst nicht. Wir haben bereits 2007 Forderungen aufgestellt, es geschah zu wenig, wir müssen den Politikern die Augen öffnen“, appellierte sie.

Sehr kritisch äußerte sie sich über den Landesverband, der klammheimlich im vergangenen Jahr die Beratungsbeiträge um 80 bis 100 Prozent angehoben hatte. „Ein fataler Fehler,“ so Niedrich. „Vor allem wurden die Ortsverbände darüber nicht informiert.“ Helene Niedrich legte sich in schriftlicher Form mit dem Landesverband an. „Ich war soweit, mein Amt zur Verfügung zu stellen, aber was können unsere Mitglieder dafür?“ Und Friedel Koch fügte hinzu, „es ist nicht in Ordnung, über die Erhöhung der Beiträge in dieser Höhe über den Kopf der Mitglieder und Kreisverbände zu entscheiden.“

Einige Ehrungen rundeten die Versammlung ab. 10 Jahre dabei sind Ursel Helmbold, Hilde Meyer, Ute und Jürgen Söllner, 15 Jahre Amanda Pascher, 20 Jahre Hinrich Windler und Wanda Ehlers. Marianne Inder und Heinz-Dieter Schröder gehören seit vielen Jahren zu den aktiven Mitgliedern in der Seniorenbetreuung bei der Info-Verteilung. · jb

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