Hannoveraner Verband: Gesamtumsatz um gut zwölf Prozent zurückgegangen

In der Krise Kraft gezeigt

Dr. Werner Schade.

Verden - (dom) · Auf der Delegiertenversammlung des Hannoveraner Verbandes am Mittwoch kommender Woche im Parkhotel Grüner Jäger wird Geschäftsführer und Zuchtleiter Dr. Werner Schade den Jahresbericht 2009 vortragen. Im „Hannoveraner“ wurden die Mitglieder vorab schon informiert.

Nach den Ausführungen Schades stand das Jahr 2009 durch die Finanzkrise auch beim Verband mit seinen insgesamt 15 197 Mitgliedern, davon sind 10 114 aktive Züchter, unter keinem guten Vorzeichen. Wenn es auch beim weltgrößten Zuchtverband in einigen Bereichen Rückgänge gegeben habe, sei es jedoch zu großen Einbrüchen nicht gekommen. „In der Krise habe sich Kraft gezeigt“, freute sich der Geschäftsführer.

Anstatt einen defensiven Sparkurs zu fahren, habe man sich für eine offensive Vorgehensweise entschieden. Im Vordergrund standen verstärkte Marketing- und Werbemaßnahmen. Hierzu zählten eine intensive Betreuung in Zucht- und Absatzfragen im Ausland, eine stärkere Nutzung des Internets und eine Vielzahl von Direktkontakten.

Zu den Höhepunkten des Jahres gehörte die Herwart von der Decken-Schau, veranstaltet im Rahmen des internationalen Dressur- und Springfestivals. Die Schau soll künftig ausschließlich für dreijährige Stuten jährlich und für Familien in vierjährigem Rhythmus stattfinden.

Weiter führte Schade aus, dass die Hauptkörung der Junghengste im Oktober ein weltweit beachtetes Zuchtschaufenster der kommenden Hengstgeneration war. Die Hälfte der Junghengste stammte von Hannoveraner Hengstvätern ab. Angestrebt werden sollte ein Anteil von 70 Prozent. Der Hengstmarkt sei durch die guten Erfolge von Hannoveranern im Sport auch für entsprechende Kunden sehr interessant gewesen. Damit werde die Bedeutung der Zucht zum Sport bestätigt.

Die Bedeckungszahlen gingen von 13 436 auf 12 599 (6,23 Prozent) zurück. An den Bedeckungen waren das Landgestüt Celle mit 50,56 Prozent (2008/47,88), die Privathengsthalter mit 48,09 (49,90) und andere Landgestüte mit 1,35 (2,22) Prozent beteiligt.

Auch der Hannoveraner Verband habe die angespannte Marktlage zu spüren bekommen. Der Gesamtumsatz fiel von 20 395 420 auf 17 817 138 Euro um 12,64 Prozent, bei fast gleicher Anzahl der Pferde (1190/1095). Während es beim Hengstmarkt mit 13,1 und bei Hannoveraner erleben mit 31,87 Prozent einen Zuwachs gab, ging der Umsatz bei den Reitpferden um 16,04 Prozent, bei den Fohlen und Zuchtstuten um 19,63 Prozent und bei den sonstigen Verkäufen um 37,52 Prozent zurück.

Die Ausweitung des Verbandes wurde im vergangenen Jahr weiter vorangebracht. In Deutschland gab es die Neugründung der Pferdezuchtvereine Berlin-Brandenburg und Rheinland. Auch in Bayern soll ein neuer Pferdezuchtverein aus der Taufe gehoben werden. Die neuen Vereine haben bereits viele Aktivitäten entwickelt. Das gilt auch für die Verbände beziehungsweise Vereine in Australien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Russland und den USA.

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