Fachausschüsse diskutierten in der Grundschule Westen unter dem Druck sinkender Geburtenzahlen

Krippenangebot befürwortet

Zwischen der Zufahrtsstraße und dem Kindergarten wäre Platz für eine neue Krippe.

Westen - (hr) · Lohnt es sich angesichts sinkender Geburtenzahlen, zusätzliche Krippenangebote zu schaffen? In einer gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses mit dem Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport und Kultur am Dienstag in der Grundschule Westen zeichnete sich zwar ein deutliches Meinungsbild für eine Kinderkrippe ab, zu einer Empfehlung an den Verwaltungsausschuss kam es aber nicht.

In seiner Sitzung Mitte Dezember hatte der Dörverdener Gemeinderat einen Prüfauftrag an die Verwaltung gegeben, ein Konzept für

Anbau an Kindergarten

die Einrichtung einer Krippengruppe für die Kindertagesstätte Westen/Hülsen zu erstellen. In diesem Zusammenhang sollte auch geprüft werden, ob die Einrichtung in das Mehrgenerationenhaus Amtshaus Westen integriert werden könnte.

Mit dem Prüfauftrag wurde Bernhard Schirle vom gleichnamigen Ingenieurbüro beauftragt, der am Dienstag die Ergebnisse vorstellte. Danach scheidet das Amtshaus in jedem Fall aus. Zugunsten einer Krippe müsste hier auf bisher bereits genutzte Räume verzichtet werden. Gegen das Amtshaus sprechen außerdem die Verkehrsanbindung und die Nähe der Aller als erhöhte Gefahrenquelle.

Die Grundschule Westen wäre unter Berücksichtigung der Geburtenzahlen, einer energetischen Bewirtschaftung beziehungsweise einer besseren Ausnutzung der vorhanden Räumlichkeiten durchaus geeignet. Schulleiterin Kerstin Lange sprach sich aber eindeutig dagegen aus. Ebenso wie ihre Kolleginnen befürchtete sie zum einen Parkplatzprobleme, zum anderen würde die Zufahrt bei einer der zwei vorgestellten Varianten an einigen Klassenräumen vorbeiführen.

Bliebe als letzte Möglichkeit der Kindergarten Westen/Hülsen, den Kindergartenleiterin Karin Loth-Siemer eindeutig favorisierte. Er könnte auf dem Vorplatz zum Kindergarten errichtet werden. Zwar wären die Kosten bei einem Anbau an die Kindertagesstätte mit rund 460 000 Euro am teuersten; diese Summe relativiert sich aber.

So ist das Dach zurzeit undicht und muss in jedem Fall saniert werden. Bei einem anderen Standort müssten daher die Kosten für die Dachreparatur hinzugerechnet werden. Für die Gemeinde würde dabei ein Eigenanteil von 121 000 Euro verbleiben.

Klaus Selzer befürwortete Kindergarten und Krippe als eine Einheit, während der CDU-Fraktionsvorsitzende Adrian Mohr angesichts künftig frei werdender Räumlichkeiten eine eher pessimistische Szenerie entwickelte. Bürgermeisterin Karin Meyer gestand ebenfalls ein, sich schwer mit der Vorlage getan zu haben, da niemand wisse, was langfristig gesehen die sinnvolle Entscheidung sei. Richard Logies sprach sich dagegen ganz klar für eine Investition in die Bildung aus; eine Auffassung, die offensichtlich auch die Mehrheit der beiden Ausschüsse teilte.

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