Kreistagsfraktionen: Förderprogramm für 500 Einheiten im nächsten Jahr

Bezahlbare Wohnungen

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Heiko Oetjen, Ulla Schobert und Wilhelm Hogrefe stellten ihre Initiative vor.

Landkreis - Von Ronald Klee. Auf dem Wohnungsmarkt wird es eng, zumindest wenn die Bleibe bezahlbar sein muss. Für Mieter mit kleineren Einkommen aus Arbeit oder Sozialkassen und, wenn sie denn ihre Anerkennung als Asylanten haben, auch für die Flüchtlinge wird die Suche immer schwieriger. Diese wachsende Lücke soll sich schließen. Noch im nächsten Jahr sollen 400 bis 500 Wohnungen entstehen. Das ist der Plan, mit dem die Fraktionen des Verdener Kreistags gestern Abend im Pressegespräche an die Öffentlichkeit gingen.

Bezahlbarer Wohnraum ist seit Jahren knapp, nicht nur in den Oberzentren. Deutlich verschärft wird die Lage aber jetzt durch den Strom von Flüchtlingen. In diesem Jahr sind 2700 Menschen, vorrangig aus Syrien und dem Irak in den Landkreis gekommen und die meisten werden ein Bleiberecht erhalten. „Bereits jetzt fehlen über 1000 bezahlbare Wohnungen im Landkreis Verden“, heißt es in dem Antragstext, den der Kreistag in seiner Sitzung am Freitag beschließen soll.

Eine Lösung soll her und zwar für alle, sind sich Heiko Oetjen (SPD), Wilhelm Hogrefe (CDU) und Ulla Schobert (Grüne) einig. Nicht nur für Flüchtlinge, sondern alle, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. Zusätzliche Mietwohnungen würden erst recht benötigt, wenn der Asylantenstatus anerkannt sei, die Menschen eine Arbeit aufnehmen könnten und in die Lage kämen, selbst ihre Unterbringung zu bestreiten.

Deshalb wollen die Fraktionen in den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen vorantreiben. Und das, so schnell es geht.

Die Kommunen sollen dabei helfen, das passende Bauland günstig zu finden, und der Landkreis soll dem Antrag zufolge 220000 Euro zusätzlich im Haushalt 2016 bereitstellen, um die Entstehung der Wohnungen zu fördern. Der Initiative habe der Kreisausschuss gestern jedenfalls schon einmal zugestimmt, berichtete Landrat Peter Bohlmann nach der Sitzung.

Die Details zur Vergabe dieser Mittel sollen in einer Förderrichtlinie gleich nach der Verabschiedung im Kreistag erarbeitet werden. Ebenfalls keine Zeit verlieren wollen die Fraktionen, wenn Immobilienbesitzer in bestehenden Gebäuden neuen Wohnraum schaffen wollen. Für diese Maßnahmen soll der Kreishaushalt im nächsten Jahr 150000 Euro vorsehen. Angedacht für ist ein Festkostenzuschuss in Höhe von 3000 Euro.

Wer für ein solches Vorhaben Rat benötigt, soll ihn bei einem Ingenieur oder Techniker erhalten, der kurzfristig für diese Aufgabe angestellt werden soll. 400 bis 500 neue Wohneinheiten sollen allein im nächsten Jahr entstehen, hoffen die drei Fraktionsvorsitzenden. Danach sollen jährlich 200 weitere hinzukommen.

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