Künstler Hans-Joachim Müller wartet auf Aufträge aus Verden / Keine Eiche?

Kreisel-Spenden: Es hakt

Auf dem Kreisel in Dauelsen hat ein Ahornbaum eine stattliche Größe erreicht.

Verden - Von Volkmar Koy· Es läuft nicht rund mit den Verdener Kreiseln. Ein Kunstwerk hier, ein Kunstwerk da – so war es vorgesehen auf den vier kreisrunden Verkehrsadern. An Sponsoren war gedacht worden, als über die Finanzierung von Kunstwerken auf den Inseln diskutiert wurde. Nur, das Geld fließt offenbar nicht so wie ursprünglich geplant.

Mit relativ großem Aufwand war eine Auslobung formuliert worden. Es ging um einen Wettbewerb zur Erlangung von künstlerischen Entwürfen für eine dreidimensionale Plastik im Bereich der Stadteingangskreisel. Das hatte auch noch trefflich funktioniert. Mit Hans-Joachim Müller war schließlich ein Künstler gefunden worden, dessen Werke mit ihren künstlerisch gestalteten Elementen für die Stadt Verden symbolhaften Charakter haben und auf typische und bedeutende Facetten der Stadt hinweisen. Also: Hund und Katz’ in Eitze, Pferd und Rind am Ostertor. Für das Nordertor und für Dauelsen hätte man sicher auch entsprechende „Eyecatcher“ gefunden.

Mit 50 000 Euro pro Kunstwerk und Kreisel hatten die Verantwortlichen der Stadt die Latte relativ hoch gelegt. Unterdessen hat sich mit Henning Wittboldt-Müller als FDP-Fraktionsvorsitzender die erste sehr kritische Stimme zu Wort gemeldet. Öffentliche Mittel lehne er dafür strikt ab, hatte der Kommunalpolitiker via Verdener Gespräch verlauten lassen. Die Idee dazu sei dem Stadtrat seinerzeit damit nachdrücklich schmackhaft gemacht worden, dass sich das 50 000-Euro-Kunstwerk jeweils vollständig aus Spenden finanzieren soll.

Wittboldt-Müller schlägt für den Nordertor-Kreisel das Pflanzen einer kräftigen, bodenständigen, deutschen Eiche vor. Das habe obendrein den Vorteil, so der Liberale, dass „wir uns eine Menge Leserbriefe über schlechten Kunstgeschmack ersparen.“

Da hat der FDP-Politiker offenbar die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Wie Daniela Baron von der Stadt Verden als zuständige Sachbearbeiterin erläuterte, seien die Kosten für den Nordertor-Kreisel bereits abgedeckt. Ende August werde eine Projektgruppe gebildet, die mit dem Künstler Hans-Joachim Müller das Kunstwerk besprechen wird.

Allerdings hakt es an den anderen Stellen. Für den Osterkrug seien 25 000 Euro an Spenden angepeilt worden. Doch die Tierzuchteinrichtungen hielten sich bedeckt. In Sachen finanzielle

▪ Stattlicher Ahorn

▪ in Dauelsen

Förderung sei die Niedersachsenhallen GmbH angesprochen worden, die bekanntlich derzeit andere Sorgen hat. Nun soll die Arbeitsgemeinschaft Pferd und Tierzucht die zuständigen Verbände einzeln ansprechen, um Spenden einzuwerben. Offenbar steckt der Karren am Ostertor im wahrsten Sinne des Wortes im Sand. Künstler Müller scheint laut Daniela Baron ein bisschen frustriert zu sein angesichts des Fortschritts auf den Kreiseln.

Auch in Eitze, wo Hund und Katz’ in der Nähe von Mars künstlerisch dargestellt werden sollten, scheint die Spendenbereitschaft noch übersichtlich zu sein. Und Dauelsen: Da steht bereits ein stattlicher Ahornbaum drauf. Der stamme laut Fachbereichsleiter Volker Buschhoff aus der ersten Bepflanzung des Kreisels vor einigen Jahren.

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