Kreatives Angebot stark geprägt

Abschied von ihrer Ausstellung (v.l.): Ulla Pabst, Gerd Gröschek, Eva-Maria Marsch und Hannelore Schaufert.

Verden (nie) · Für Besucher aus Verden und der weiten Umgebung ist die Werk-Kunst-Ausstellung im Verdener Rathaus ein Muss. Ein großartiger Erfolg für das Organisationsteam mit Ulla Pabst, Eva-Maria Marsch, Hannelore Schaufert und Gerd Gröscheck. Für das Quartett ist nach 26 Jahren Schluss.

Es hinterlässt ein gut bestelltes Feld. Ob eine Armee von Keramikpüppchen, handgemachte Seifen, Kinderkleidung, Hüte, Spielpuppen, Schmuck oder Holzgefäße: In 26 Jahren wurden unter der Federführung von Ulla Pabst & Co. 51 Werk-Kunst-Ausstellungen organisiert und die Entwicklung des kreativen Angebots in Verden geprägt. In den vergangenen Jahren sind aus den Eintrittsgeldern der zweimal jährlich stattfindenden Veranstaltung bereits über 30.000 Euro in örtliche Kinder- und Jugendprojekte geflossen.

Die letzte Werk-Kunst-Ausstellung nahm die Hauptverantwortliche mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Augen wahr, denn sie fürchtet nicht um „ihre“ Ausstellung. „Es wird weiter gehen. Aus dem langjährigen Organisationsteam bleiben Hannelore Schnitter und Renate Bertram dabei, während Jeanette Hammer-Coels und Vera Mountney neu zum Team hinzustoßen werden. Darüber bin ich sehr froh“, so Pabst zur Nachfolgelösung.

Es ist keine Ausstellungsmüdigkeit, weshalb sich die Borstelerin von den geliebten Werk-Kunst-Ausstellungen zurückzieht. „Es sind ausschließlich gesundheitliche Gründe“, betont sie, und dass sie ein halbes Jahr gebraucht hat, um mit der „Sache“ abzuschließen. „Aber jetzt ist es gut.“

Vor 26 Jahren hat sie mit Gleichgesinnten ihre Ausstellungstätigkeit im Saal des Gasthauses Hubertushain begonnen und seither federführend die Werk-Kunst-Ausstellungen organisiert. Fast blind konnte man dann in den vergangenen 16 Jahren seine Schritte in die Räume des Rathauses lenken, haben es Pabst und ihre Helfer doch stets verstanden, der Ausstellung mit vorwiegend ausgefallenen Positionen von Kunsthandwerk ein überaus klares Profil zu geben.

Und jetzt, „nach 26 guten und erfolgreichen Jahren“, hat sie Bilanz gezogen und beschlossen, dass es an der Zeit sei, eine klare Entscheidung zu treffen. „Es ist für mich richtig so“, sagte sie mit Bestimmtheit.

Und so schlenderte man fast wehmütig durch die weihnachtliche Ausstellung, die ein stimmiger, ein kraftvoller Abschluss geworden war und die wieder Mal eine klare Handschrift trug. Alles hat seine Zeit, aber soviel ist sicher: Dem Stammpublikum wird Ulla Pabst, werden alle vier fehlen.

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