Verwarnung mit Schmerzensgeld

Kopfnuss mit finanziellen Folgen

Achim - Mit einer Verwarnung, verbunden mit einem Strafvorbehalt endete ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen einen verheirateten Eisverkäufer. Richter Heiko Halbfas bestimmte eine Bewährungszeit von einem Jahr, in dem der Verwarnte das außergerichtlich vereinbarte Schmerzensgeld zahlen muss.

Der Verwarnte ist seit 25 Jahren Fußballspieler des TSV Uesen und dort als Stürmer eingesetzt. Wie Rechtsanwalt Israel in seinem Plädoyer verdeutlichte, war er immer ein fairer Spieler. In dem besagten Fußballspiel beleidigte ihn ein gegnerischer Spieler mehrfach mit rassistischen Wörtern. Der Verwarnte beschwerte sich daher beim Schiedsrichter, der aber nichts gehört hatte und daher nicht einschritt.

In der zweiten Halbzeit nahmen diese verbalen Auseinandersetzungen mit schwersten Beleidigungen noch zu. Nach Spielende ging der Verwarnte zum gegnerischen Spieler und verlangte eine Entschuldigung, die aber nicht erfolgte. ,,Da rastete er aus“ so Rechtsanwalt Israel, und verpasste dem Kontrahenten eine Kopfnuss, die einen Nasenbeinbruch zur Folge hatte. Der jetzt Verwarnte erstattete gegen den Gegenspieler eine Strafanzeige wegen Beleidigung. Dieses Verfahren wurde aber von der Staatsanwaltschaft eingestellt, da die beleidigenden Äußerungen nicht nachweisbar waren.

Die beiden Fußballspieler haben sich in der Zwischenzeit ausgesprochen, es wurde ein pauschaliertes Schmerzensgeld in Höhe von 1 000 Euro vereinbart, das seit Mai 2012 in Monatsraten von 150 Euro gezahlt wird. ,,Der Rechtsfrieden zwischen den Parteien ist wieder hergestellt“.

Geldstrafe über 30

Tagessätze zu je 25 Euro

Auch Staatsanwalt Göbel sah dieses so und beantragte einen Strafvorbehalt nach § 59 StGB. Richter Heiko Halbfas verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 25 Euro, die aber vorbehalten bleibt. Von einer Verurteilung sah der Richter ab, da der Angeklagte erheblich provoziert wurde und er nicht vorbestraft ist.

Im Bewährungsbeschluss wurde er verpflichtet, die Schmerzensgeldzahlungen pünktlich zu leisten. Sollte keine weitere Verurteilung hinzu kommen, wird die Geldstrafe nach Ablauf der einjährigen Bewährungsfrist erlassen. · hu

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