Geschäftsführer will Achimer Krankenhaus von finanzieller Schieflage und schlechtem Ruf befreien

Klinik holt neue Ärzte und Anbieter

Die Abteilung Plastische und Handchirurgie sowie Ästhetische Chirurgie floriert, erläuterte der Leitende Arzt Dr. Andreas Brockmann der CDU-Kreistagsfraktion. Neben ihm Klinik-Geschäftsführer Peter Quaschner.

Achim - (mm) · Der Brand und der „Belegungseinbruch im ersten Halbjahr“ hätten die Bilanz verhagelt, informierte Peter Quaschner, Geschäftsführer der Aller-Weser-Klinik, die CDU-Kreistagsfraktion bei ihrem gestrigen Besuch des Achimer Krankenhauses. Das endgültige Ergebnis für 2009 liege noch nicht vor, aber es sei mit einem Defizit von mehr als eine Million Euro zu rechnen. Doch mit „roten Zahlen“ soll Schluss sein. Der Wirtschaftsplan für dieses Jahr sehe eine „schwarze Null“ vor.

Er unternehme viel, damit insbesondere das Achimer Haus ihr „schlechtes Image“ loswerde, bekräftigte Quaschner. Um einen guten Ruf zu erlangen, werde der Bau aus den 70er Jahren, wie berichtet, erheblich modernisiert. Aber nicht nur das.

So würden zwei Millionen Euro allein in die Radiologie investiert, die mit Top-Ausstattung inklusive MRT aufwarte. „Für solche Untersuchungen muss also niemand mehr nach Bremen fahren“, unterstrich Quaschner.

Als „zweiten Kracher“ für den Standort an der Bierdener Mühle bezeichnete er den Umzug der renommierten orthopädischen Praxis von Dr. Eckstein von der Meislahnstraße zum Krankenhaus, der für Juni angepeilt sei. Damit werde die angestrebte Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung, „das Einbinden von niedergelassenen Ärzten“, weiter vorangetrieben.

Und auch die Innere Abteilung und die Urologie, wo der Vertrag mit Dr. Schukfeh gekündigt worden sei, würden schon bald neue Chefs bekommen. Er stehe mit „erfahrenen Ärzten um die 50“ in erfolgversprechenden Verhandlungen, verriet der Geschäftsführer.

Er hole eben nicht nur Mediziner jenseits der 60 nach Achim, wie ihm häufiger vorgehalten werde. „Aber wir hatten hier auch ein Übergewicht von ganz jungen Kräften.“

Mit den Neuverpflichtungen solle auch das Pendeln von Chefärzten zwischen Achim und Verden aufhören. Denn das habe sich nicht bewährt, räumte Quaschner ein. „Der Patient will nur ein Gesicht vor sich haben.“

Darüber hinaus werde die Physikalische Therapie nicht länger vom Reha-Zentrum Gyhum betrieben. Bevor es dort richtig weitergehe, solle der „marode Bereich“ erstmal instandgesetzt werden. Auch für die Kurzzeitpflege, die nach wie vor defizitär arbeite, suche die Klinik einen neuen Anbieter, berichtete der Geschäftsführer.

Auch brachte Quaschner den (Wieder-) Betrieb einer eigenen Küche am Krankenhaus ins Gespräch. Würden von dort aus auch die Mensen an den Schulen beliefert werden, könnte diese gewinnbringend wirtschaften.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Biathlon-WM 2020: Die besten Bilder aus Antholz

Biathlon-WM 2020: Die besten Bilder aus Antholz

Bomben, Kälte, Hunger: Syrien erlebt neues Flüchtlingsdrama

Bomben, Kälte, Hunger: Syrien erlebt neues Flüchtlingsdrama

Das BMW 2er GranCoupé im Test

Das BMW 2er GranCoupé im Test

So wird die Kartoffel zum Topmodel

So wird die Kartoffel zum Topmodel

Meistgelesene Artikel

Wahlen und Ehrungen bei Waller Schützen

Wahlen und Ehrungen bei Waller Schützen

Mehr Leser – weniger Bücher

Mehr Leser – weniger Bücher

Date mit dem Chef von morgen

Date mit dem Chef von morgen

SPD-Politiker übt Kritik: Verdens windelweicher Klimapakt

SPD-Politiker übt Kritik: Verdens windelweicher Klimapakt

Kommentare